Erfolgreich ausgeparkt oder Trainingswoche 1

Jetzt geht es also los. Nachdem ich in der Pause jedem noch so kleinen Anflug von Unlust nachgegeben habe, würde es nun nach vier Wochen Ruhe wieder zählen.

Am Samstag sollte es mit dem Schwimmseminar aber noch einen Vorstart geben. Leider ist der ins Wasser gefallen, denn die Trainer waren krank und so wurde das Seminar verschoben. Die Wochenendplanung schmissen wir dann trotzdem nicht mehr übers Wasser und so fuhr ich eine Runde Rad und ging dann für mich eine Weile schwimmen.
Die Radausfahrt genoss ich sehr. Ich fuhr an einem neuen Punkt – bei den Eltern meiner Freundin los – und erkundete Dank dem Edge200 und einer vorher zusammengeklickten Strecke auf unproblematische Weise unbekanntes Gebiet. Es ist schön sich in fremden Orten souverän verhalten zu können und auch Streckenabweichungen kann man trotz der fehlenden Karte gut handhaben. Nur der Puls war in Regionen wo er eigentlich nicht hingehört und ich war mit meinen 26 km/h Durchschnitt noch nicht mal schnell unterwegs. Die Handschuhe waren fast zu warm, aber auch mit den Überschuhen komme ich an den Füssen schnell an meine Grenzen. Die warme Dusche nach der knapp 70 km-Ausfahrt genoss ich sehr.
Danach enterten Sabine und ich noch die Schwimmhalle. Ach ist das herrlich, ein tolles 50m-Becken fast für sich alleine zu haben. Die Bedingungen in Riesa sind einfach traumhaft. In Leipzig sind sie gut und in Dresden aber eher eine Katastrophe. Schwimmen in Bädern ist echt so eine Sache. Da hört man von Verboten des Kraulstils bei öffentlichen Schwimmzeiten aber auch von 4-Monats-Flatrates für Studenten von 15 EUR. Vom Verein aus haben wir auch eine Schwimmhalle mit 25m-Bahn am Sonntagabend zur Verfügung, aber eigentlich ist das nicht wirklich meine Zeit und am Wochenende bin ich ja auch nicht immer in Dresden, so dass ich die Gelegenheit eher selten nutze.

Ab Montag galt es dann. Eigentlich ist Montag Ruhetag, ich hätte also quasi mit Pause angefangen, aber da die Woche etwas turbulent werden sollte, verschob ich das Radtraining vom Mittwoch auf den Montag. Der Arbeitstag war lang, die Rolle noch nicht entstaubt, aber irgendwann gegen 20 Uhr hatte ich es dann geschafft und saß auf dem Rad und bereute wieder ganz schnell nicht die Balkontür aufgemacht zu haben. Der Schweiß lief in Strömen, aber nach Plan zu fahren war gut und hatte einen intensiven Trainingsreiz – 1 Minute einbeinig fahren war für mich ziemlich heftig. Die 75 Minuten wurden lang, aber ich hielt durch und war stolz auf mich.

Dienstagmorgen stand dann der erste Lauf nach dem Dresden Marathon auf dem Programm, aber abgesehen von dem Fakt, dass mein Puls wieder jenseits von Gut und Böse war, war es in Ordnung. Es standen ja auch nur 45 Minuten auf dem Programm und ich hielt mich dran. Und ich hielt mich auch dran, dass am Dienstagabend (Öffnungszeit meiner bevorzugten Dresdner Schwimmhalle) kein Schwimmtraining auf dem Programm stand. Ohne Plan hätte ich ein schlechtes Gewissen gehabt und ich wollte auch so eigentlich schwimmen gehen, aber an dem Tag kam dann das eine zu dem anderen und so ergab es sich, dass es Dienstagabend kein Training geben würde. So gelassen damit umgehen zu können, tat mir echt gut.

Mittwoch war Feiertag ins Sachsen und damit ideal für eine Radausfahrt, aber nicht für mich. Die Krebsnachsorgeuntersuchung von Sabine in Berlin stand auf dem Programm und das war viel wichtiger als jedes Training. Alle Ampeln stehen auf Grün und das fühlt sich auch richtig gut an. Aber am späten Nachmittag gab es die erste Bewährungsprobe für den Plan. Ich hatte noch Athletiktraining am Abend auf dem Programm und am Donnerstagmorgen einen Lauf. Wir fuhren von Berlin nach Leipzig zurück und eigentlich nutze ich die Gelegenheit immer noch bei ihr zu schlafen und am Morgen zu fahren, aber diesmal würde es das erste Mal heißen, ich fahre weiter. Es war nicht leicht, aber im Nachhinhein fühlt es sich auch gut an, durchgehalten zu haben.
Als Athletiktraining gab es das Yoga-Kraft-Programm von Ariane Heck und ich habe ganz schön geschwitzt und gezittert, aber auch hier durchgehalten.

Donnerstagmorgen der nächste Lauf und eine vorgegebene Zeit von 1:10 h. Mhm, meine morgendliche Standardrunde ist eigentlich nur 1 Stunde, besser gesagt mittlerweile eher 55 Minuten lang. Also irgendwie länger. Gut, dann halt erst die übernächste Brücke nehmen, geht schon. Aber ist was anderes als ich sonst so am Morgen gewohnt bin und sendet einen neuen Trainingsreiz. Es sind so Kleinigkeiten, die den Plan ausmachen. Vorher, war für mich 45 Minuten und 1:10 h das Gleiche – einmal wäre die Standardrunde halt etwas länger als vorgegeben und einmal bisschen kürzer, aber passt schon. Sich aber exakter dran zu halten, wirkt irgendwie anders. Seit langem hatte ich auch mal wieder einen leichten Anflug von Muskelkater durch so einen Minilauf.
Donnerstagabend ging es schwimmen und die Einheit war etwas kürzer als vorgegeben, denn 2 Stunden Schwimmeintritt passten nicht in meinen Tagesplan und bei einer Stunde hat man halt keine Wasserzeit von einer Stunde. Ich strich das vorgegebene Programm schon etwas zusammen, konnte es aber trotzdem nicht annähernd absolvieren.

Freitag war nochmal Ruhe und das war nach den Tagen auch wirklich nötig. Am Abend war die Vereinjahresabschlusssitzung und -feier und es war angenehm, dass das mit dem Plan nicht in Konkurrenz stand – wieder eine gewisse Ruhe durch den Plan.

Samstag ging es dann früh auf eine Runde Laufen mit Ines, sehr sehr entspannt, auch wenn es mir gefühlt gar nicht so vor kam, aber Puls war unten und Speed war mehr als unten 🙂 Danach hieß es packen und wieder ab nach Riesa, dort wollten wir Sabines Geburtstag am Sonntag verbringen und wenn man so eine schöne Schwimmhalle in dem Ort hat, dann nutzt man die doch auch gleich.
Auf dem Programm stand KA2 – Kraftausdauer. Im Detail hieß das 200 m Einschwimmen, 8 x 50 m Technik, 12 x 200 m, 100 m entspannt, 6 x 50 m (12,5 m davon Sprint) und 200 m Ausschwimmen. Eigentlich zu absolvieren in 1:20 h. Ich gönnte mir dann mal zwei Stunden Schwimmeintritt und beeilte mich sehr ins Wasser zu kommen und loszulegen. Es lief gut. Ich hatte in den Tagen vorher noch einen Blogeintrag gelesen und da war für die gute Wasserlage der Tipp gegeben worden die Knie hoch zu bekommen und das versuchte ich und half wirklich. Außerdem führte ich auch sauber die Arme und so war diese Riesenwand von den 12 x 200m doch relativ schnell eingerissen und ich meisterte das gut. Allerdings wurden so langsam die Lichter ausgemacht und so kürzte ich die letzten zwei Teile auf 4 x 50 m Sprints und schwamm mich auch nur 100 m aus. Für dieses minimal gekürzte Programm war ich dann schließlich 1:36 h im Wasser. Aber ich war stolz das durchgezogen zu haben und wieder 3,4 km absolviert zu haben, war echt nicht schlecht.

Sonntag ging es dann direkt nach dem Geburtstagsfrühstück wieder auf die Piste. Ich bin so froh, dass das Sabine so toleriert und mit mir mit lebt und ich nicht um Trainingszeit kämpfen muss. Ich beschränkte die Radausfahrt auch auf die vorgegebenen 2,5 h und fuhr diesmal aber trotzdem schon mehr als letzte Woche und war über 1 km/h schneller unterwegs und mit ruhigerem Puls. Ich würde sagen, ich bin im Trainingsprogramm angekommen, das Beenden der Saisonpause ist meisterlich geglückt und in der Wochenbilanz habe ich mit einigen Minuten dort und dort auch 10:29 h statt vorgegebenen 9:45 h auf der Uhr stehen. So kann es weitergehen.

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3 Antworten zu Erfolgreich ausgeparkt oder Trainingswoche 1

  1. Claudi schreibt:

    Respekt, dass Du das Yogaprogramm von Frau Heck durchhälst! Du bist ja wirklich der Knaller!

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