Fit werden bis zum Dresden-Marathon – die V800 und ich

Und schon wieder sind ein paar Wochen seit dem letzten Beitrag vergangen. Aber es waren endlich mal gut Wochen. Ich bin wirklich „back on track“. Seit dem letzten Beitrag läuft das Training kontinuierlich. Und auch wenn der heutige Lauf eine völlige Katastrophe war, so läuft es doch insgesamt fantastisch.

Fangen wir hinten an, beim Lauf heute. Sabine und Marino sind bei den Großeltern, da ich morgen mal wieder eine Hochzeit fotografiere, sie sich hier nur langweilen würden und ich so Ruhe für die Nacharbeit habe. Also dachte ich mir. Langen Lauf auf den Freitag verlegen. Genauso lang wie letzte Woche, denn ich steigere mich z.Z. noch heftig, aber zumindest ein bisschen durchatmen muss noch den Wochen schon wieder sein. Gestern Abend war ich noch kurz schwimmen, dann nur TV und heute ohne Frühstück schon bei ziemlicher Wärme los. 3 km lang war alles in Ordnung, aber dann habe ich schnell abgebaut und konnte den Puls kaum noch zähmen. Die geplante Runde wurde es so nicht, es machte keinen Zweck, allerdings hab ich zumindest nicht die kürzeste Möglichkeit für den Heimweg genutzt und so standen am Ende reichlich 14 km auf der Uhr, wobei ich bei den letzten Beiden schon kurz davor war zu gehen.
Nüchternlauf hab ich früher ja quasi immer betrieben, aber jetzt ist das für den langen Lauf zumindest noch keine gute Idee. Abgehakt.

Das war aber auch schon das einzig negative Ereignis der letzten Wochen. Ich habe meine 3 Läufe pro Woche geschafft, der Puls geht runter, bei der Strecke bin ich inzwischen bei 17 km angekommen und mit anderem Training sind immer 4 – 5 Stunden Training pro Woche zustande gekommen. Der Running Index steigt, die Waage sinkt (wenn auch gaaaaaanz langsam) und das Ziel wird deutlicher und deutlicher – ich will zum Dresden Marathon wieder die volle Distanz in Angriff nehmen. Es sind zwar nur noch 15 Wochen, aber probieren kann man es ja. Es macht einfach wieder richtig viel Spaß und die Zeit ist einfach reif. Ich würde derzeit zwar kein Langdistanz-Training unter bekommen, aber laufen geht. Ich gebe zu, seit zwei Wochen auch besonders einfach, weil ich nochmal einen Monat Elternzeit habe.

Beim Training ist jetzt immer die Polar V800 dabei und die macht richtig Spaß. Auch wenn der Spaß noch deutlich gesteigert werden kann. Ich hoffe, dass die Pulsuhr zum Dresden-Marathon genauso fit ist, wie ich. Zum Glück kann sie ja auch fit werden, denn eigentlich ist das ein Minicomputer und so gibt es regelmäßig Updates dafür (gerade kam Update Nr. 7.). Hat zwar irgendwie was von einem Beta-Test – steht bei dem entsprechenden Portal auch noch so da – aber so kann man sich auch mit jedem Update wieder ein bisschen freuen, dass jetzt noch mehr geht.
Im Bereich des Termins des Dresden Marathons soll dann auch das Schwimm-Update kommen, damit soll sie dann Bahnen zählen können und so Kram. Eigentlich eine wichtige Kaufentscheidung und das ich damit jetzt noch vertröstet werde, stört mich schon, aber nich so ganz doll, da ja jetzt eher Freiwassersaison ist und ich dank eingebautem GPS jetzt keinen Sensor mehr unter die Badekappe packen muss. Leider ist auch mit Bluetooth die Erfassung von der Herzfrequenz zwar möglich, aber irgendwie trotzdem nicht zuverlässiger. Die Aufzeichnung hat zumindest viele Täler und Berge – genauso wie beim GPS. Hier mal eine Beispiel-Schwimmeinheit. Positiv hingegen beim Schwimmen ist, dass ich auch über die Wassertemperatur informiert bin. Die Temperaturanzeige liefert beim Laufen – durch die Verfälschung der Körpertemperatur am Handgelenk – ziemlichen Mist, aber im Wasser ist das echt gut und stimmt auch. Leider nervt es, dass es die Anzeige nur im Trainingsmodus gibt. Sprich, möchte ich die Temperatur wissen, muss ich ein Training starten. Das Gleiche gilt für die Höhenangabe. In solchen Punkten finde ich die Uhr einfach noch nicht ausgereift. Wenn man dann aber mal nur schnell die Temperatur wissen will und eine Trainingseinheit startet, kommt wieder eine tolle Funktion zum Vorschein. Bei sehr kurzen Trainingseinheiten wird nämlich nachgefragt, ob man die überhaupt speichern will. Die Temperaturmessung beim Babyschwimmen verfälscht somit zumindest nicht meine Trainingsergebnisse.

Die V800 ist aber auch so ein bisschen im Zwiespalt zwischen Livestyle und Trainingscomputer. Sie ist ja auch ein Aktivitätstracker und das finde ich toll. Ich habe mich echt monatelang zusammengerissen mir kein so ein Ding zu kaufen, weil ich ja wusste, die V800 hat das einfach so dabei. Leider bin ich davon als Lifestyle-Nutzer enttäuscht. Ich habe keine Möglichkeit die Schritte des Tages mir auf der Uhr anzeigen zu lassen. Sabine hab ich gleich Tage nach dem Kauf der V800 einen Loop bestellt und dort hat man schön sein Tagesziel, wieviel man dafür noch Laufen müsste und so – gibt es alles nicht bei der V800. Klar, hier geht es eigentlich auch eher darum zu überwachen, wie die Zeit zwischen den Trainings läuft, aber bitte bitte gebt mir wenigstens die Schritte. Das mit der Beobachtung der Zwischentrainingszeit ist dann auch toll und so war das Startertütenpacken für den Schlosstriathlon dann quasi auch eine echte Trainingseinheit – es waren aber auch vier Stunden Akkord. Über die Funktion wird in einigen anderen Blogs gemeckert und es kann ja nicht sein, dass ich mich so lange erholen muss, da komme ich ja nie zum Training und so. An der Funktion wurde wohl bei den Updates auch nachgebessert, aber für mich ist die ab dem ersten Tag perfekt. Mit meinem jetzigen Trainingsumfang trifft die Vorhersage exakt mein Gefühl und hilft mir, mich nicht zu über- bzw. unterfordern. Das Schwimm-„Training“ gestern hatte nur eine Erholungsphase von drei Stunden bedurft.

Zu den haptischen Eigenschaften noch ein paar Worte. Seit der 300X trage ich die Pulsuhr auch als normale Armbanduhr und das funktioniert auch mit der V800 erstaunlich gut. Von dem integrierten GPS war ich eigentlich nicht so begeistert. Ständig die Uhr laden müssen und den großen Klopper am Arm. Aber die Uhr ist gar nicht so groß, sondern passt gut an den Arm, auch vom Gewicht. Am Anfang war es schon ungewohnt, keinen GPS-Sensor mitzunehmen, aber das ist eigentlich echt toll. Und für den Wettkampf muss ich mir nur noch ein Sportprofil erstellen „Laufen ohne GPS“, bei dem das GPS aus ist und ich dann wieder nur am Kilometerschild das Tempo kontrollieren kann.
Wenn man die große Uhranzeige aktiviert hat, würde ich gerne mit der Klopfgeste (man haut mit zwei Fingern auch die Uhr) gern aufs Datum wechseln können. Kennt jemand einen Ort, wo man eine Wishlist an Polar hinterlegen kann?
Toll finde ich es auch, dass auch bei Polar endlich die Autopause Einzug gehalten hat.

Quasi mit den haptischen Eigenschaften hängt auch die Umgebung zusammen. Aufladen und synchronisieren am Recher macht man mit einer Klammer an der Uhr. D.h. Uhr abbinden. Völlig blöd, zumal der Armbandhalter schön eng ist, aber demzufolge auch schwer auszufädeln ist. Das fand ich mit dem Stick bei der RCX5 besser – die musste man aber auch nicht laden. Das gefällt mir nicht so. Tierisch sauer bin ich, dass man sich das ersparen kann (also das Synchronisieren per Kabel, nicht das Laden) in dem man die App fürs Handy nutzt, diese aber noch nicht für mein Handy verfügbar ist. Ja, dafür kann Polar gar nicht so viel, nach Problemen mit dem Burstgurt und der Polar Beat App, die am Android gelegen haben, nicht an Polar, ist man halt vorsichtig. Ich bin trotzdem sauer, habe extra meinem Blackberry abgeschworen und mir ein Android mit Bluetooth 4.0 zugelegt und dann das und richtig böse ist es, weil ich weiß, dass es toll funktionieren kann. Ich bin ja Bereichsleiter Softwareentwicklung und wir haben da so ein paar Testgeräte und die App auf dem iPhone ist einfach ein Traum. An der Uhr drücken, syncen und alles ist wunderbar. Dann hat man auch schnell die Schritte, die ich auf der Uhr vermisse, aber bei Android leider nicht und wenn ich mir erst noch ein iPhone kaufen muss, werden aus 450 EUR ja gleich über 1000 EUR. Das ist es mir echt nicht wert und so hoffe ich einfach darauf, dass nicht nur ich und die V800 fit werden, sondern auch so schnell wie möglich die Android-App.

Die V800 und ich sind auf dem Weg und nächste Woche erstmal im Urlaub. Ich freu mich drauf und ihr dürft Euch schon bald auf einen neuen Beitrag freuen.

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2 Antworten zu Fit werden bis zum Dresden-Marathon – die V800 und ich

  1. aktivitaetsarmband schreibt:

    Hallo,
    das Lesen hat sehr viel Spaß gemacht. Wie ist es denn ausgegangen?

    Grüße aus Frankfurt
    Hannes

    • Ralf schreibt:

      Leider gar nicht, ich bin nicht gestartet und auch meine Staffelteilnahme für Roth 2015 habe ich gerade abgesagt. Es gab erstmal wichtigeres in meinem Leben.

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