Die Basis scheint gut

Das Ende der Base-Phase ist da – diese Woche noch Entlastungswoche und dann geht es auf in Build und Peak, wobei ich mich dann spätestens bei Peak kaum noch an den Plan halten werde, denn nach der Halbdistanz in Moritzburg werde ich das Tapern starten, aber bis dahin ist ja noch ein klein wenig Zeit.

Aber vor der Entlastungswoche kommt ja quasi die intensivste Woche der Phase und so standen laut Plan über 15 Stunden auf dem Programm. Mir war klar, dass ich die nicht einhalten werde, denn es stand auch gleichzeitig der Umzug von Sabine zu mir auf dem Programm und so versuchte ich aber die Chancen die sich mir boten zu nutzen.
Dienstagmorgen startete die Woche mit einem entspannten Läufchen und Dienstagabend schob ich eine Schwimmeinheit nach. Problematisch bei den verschobenen Einheiten ist für mich, dass ich die ziemlich entspannt angehe, weil ja die Einheit da und da eigentlich erst sein müsste und so die Einheit oft nicht voll durchziehe, wenn die andere Einheit dann aber nicht stattfindet, dann hab ich nur so eine halbe Einheit im Ergebnisbuch stehen. Am Ende der Base-Phase kann man das registrieren und zur Kenntnis nehmen, einen großen Unterschied wird es bis zum Event nicht mehr ausmachen.
Mittwoch gönnte ich mir wieder einen halben Urlaubstag, um mich auf 3:30 h Rad und 1:30 h Lauf zu begeben. Vorher gab es aber noch einen Blick aufs Bambini – mittlerweile so groß wie mein Fahrradtacho und auch so agil wie der beim Satelliten suchen. Noch ein paar Dinge regeln – hatte ich schon erwähnt, dass es auch ganz wichtig ist beim Langdistanz-Training, den Rückhalt der Familie zu haben 🙂 – und dann los. Auf ging es Richtung Moritzburg, einmal die HD-Runde (also 1 von 3), dann nach Meißen und zurück. Fahrrad weg, umziehen, Laufschuhe an und ab. Bis zum Ende hatte ich meinen halb eingeschlafenen rechten Fuss nicht ganz im Griff und die Wärme und das lockere Shirt waren kurz davor blutige Spuren an meinen Brustwarzen zu hinterlassen, aber insgesamt klappte das mit dem Laufen nach dem Radfahren schon ein Stück besser – noch 26 km mehr in dem Tempo und ich wäre überglücklich im Ziel.
Donnerstag begegnete ich der Schwimmhallenöffnungszeitensituation so, dass ich mein Training in die Morgenstunden verlegte. Das war im Prinzip ganz gut, aber an dem Tag hatten sich irgendwie völlige Chaoten auf der Schnellschwimmerbahn eingefunden. Die schwammen 100 oder 200 m Intervalle ohne Rücksicht auf Verluste und blockierten sonst den kompletten Beckenrand – eine der unschönsten Schwimmeinheiten, aber gut sie schon am morgen absolviert zu haben. Am Abend wurde aus dem Plan vom Feierabendbier und Athletiktraining während des TV-Programms dann doch irgendwie nichts, aber auch das war gut. Denn die Leute standen dann auch beim Umzug Gewehr bei Fuss. Vorher gab es am Freitag aber noch 24 lange Laufkilometer mit fast Ruhepuls – aber trotzdem nicht langsam – also der HM ging wieder unter 2 Stunden. Diesen Lauf wieder vor Arbeit zu absolvieren, wie auch das Schwimmtraining am morgen davor war neu. Hä? Neu? Wieso? Kann ich Euch sagen, weil im Gegensatz zu den vielen Wochen davor, Sabine bei mir war und ich mich so nicht nur gegen das Weiterschlafen entscheiden musste, sondern auch gegen die gemütlichen Minuten am Morgen. Es war aber gut, dass das gleich geklappt hat. Den Satz mit der Unterstützung von Familie/Partner brauche ich jetzt nicht mehr bringen, oder?

Samstag stand dann der eigentliche Umzug an. Wir wollten es entspannt angehen lassen – Samstag die Sachen zum Einlagerungsort, Sonntag die Sachen für Dresden und evtl. nochmal zum Einlagerungsort. Freitagabend war kurz sehr emotional, aber es stand auch viel Vorfreude im Raum.
Der Samstag lief gut, das Möbel-in-Transporter-Tetris funktionierte perfekt und auch sonst lief alles sehr reibungslos, so dass die Idee entstand, den Samstag nicht zur sehr entspannt ausklingen zu lassen, sondern durchzuziehen und auch die Dresden-Sache fast zu erledigen, Sonntag Umzug zu streichen und sich stattdessen noch aufs Rad zu schwingen. Man musste mal kurz die Zähne zusammenbeißen, aber dann funktionierte das eigentlich wunderbar.
Abends ganz kurz durchatmen, ab ins Bett und frühmorgens ab auf die Straße, denn es gab da ja noch eine Herausforderung – der Geburtstag meines Neffen stand auf dem Programm und wir hätten gern für das Bambini seinen Stuhl, seinen Kindersitz, seinen Roller,… – Familie und so erwähne ich jetzt nun wirklich nicht mehr 🙂 Es tat mir jedenfalls richtig gut, am Sonntag noch auf 3:30 h Radzeit zu kommen. Weniger als im Plan, aber viel mehr als gedacht und das fühlt sich perfekt an.
Wenn die Profis sagen, dass die wahren Helden eigentlich die sind, die die ganze Vorbereitung noch neben Beruf und Familie hinbekommen, dann fühle ich mich diese Woche einfach mal angesprochen und bin stolz auf meine 13 Stunden Trainingszeit, auch wenn im Plan 15:40 h standen.

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Eine Antwort zu Die Basis scheint gut

  1. Ralf schreibt:

    Übrigens – um auf den Titel des Beitrages zurückzukommen – die Basis scheint deshalb gut, weil ich so manchen Radfahrer am Berg stehen lasse, weil der Puls bei den langen Läufen runtergeht, weil ich mit Brett zwischen den Beinen (und somit auch mit Neo?) entspannt schwimme und ich somit mich insgesamt auf Roth einfach nur noch freue.

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