Wie die Zeit vergeht

In 181 Tagen oder 181 Tagen und 1 oder 2 Stunden bin ich hoffentlich im Ziel. Vom Kopf ist noch viel von „One Year to go“, aber irgendwie hab ich manchmal auch schon das Gefühl – die Zeit wird knapp. Wobei wir wohl auch schon bei des Übels Wurzel sind – der Kopf. Der Kopf hat gerade eine richtig dicke fette Mauer vor sich, wenn es um die mittwochs Radeinheiten geht. Der Rollentrainer hat quasi die Ausstrahlung wie die Aussicht sich ins Salpetersäure zu stürzen. Kurz und gut – ich hasse ihn. Letzte Woche kam noch dazu, dass mich auch ein beruflicher Fall ganz schön mitgenommen hat und so fiel das Radtraining am Mittwoch zum wiederholten Male aus. Die Vorbereitungsphase ist bald vorbei, die Grundlagenphase steht an, aber eine echte Problembehebung erwarte ich eigentlich erst von der Zeitumstellung Ende März und bis dahin die Mittwochseinheiten ausfallen zu lassen – das kann nicht die Lösung sein. Ich habe allerdings überhaupt keine Lösungsidee. Zumal das Radtraining am Wochenende das absolut Schönste ist und der gestrige Ausflug zu meinen schönsten Trainingseinheiten jemals gehören dürfte.
Es war herrlich. Die Vorbereitung hat mich zwar etwas genarrt, aber irgendwann hatte ich die richtige Strecke auf meinem Garmin Edge 200 und schwang mich auf mein neues MTB. Schön eingepackt bei den Minusgraden (nur die Trinkflasche hatte ich vergessen zu isolieren) und los ging es. Auf den ersten Metern wurde ich gleich gewarnt, wie glatt die Straße ist, aber kaum in den Wald abgebogen traf ich kurz vor mir auf zwei Rehe, genoss die kleinen Wege, erfreute mich über die Kinder, die Spaß auf ihrem herrlichen Rodelberg hatten und freute mich auch Pferden zu begegnen und damit verbunden auch der Hoffnung, dass meine Freundin hier wieder einen Hof finden wird, wo sie reiten kann. Es ging quer durch die Botanic und ohne die Routenplanung hätte ich manche Wege nicht genommen und manche wohl nicht mal als Wege erkannt. Nach dem Durchstreifen des Moritzburger Umlandes ging es durch die Autobahn und in weiter Entfernung am Flughafen vorbei wieder mal kurz über die Straße in Richtung Dresdner Heide und diese zu Durchstreifen war einer der herrlichsten Radabschnitte, die ich je gefahren bin. Der Wald war einfach ein Winterwunderlandszauberwald, schöner kann man es sich nicht ausmalen und die Strecke war schneeschlammig, aber immer zu bewerkstelligen bis auf eine Ausnahme, wo ich noch nicht weiß, ob meine Schaltung nur durch die Eisklumpen beschränkt wurde oder sich mittlerweile schon verstellt hat und ich nicht mehr auf das kleinste Ritzel wechseln konnte. Nach den 10 Metern, bei denen ich mal absteigen musste, war aber wieder alles gut und ich war bei jeder Kreuzung froh, diese Routenplanung zu haben, sonst hätte ich nicht mehr gewusst, wo ich stecke, aber so hat das alles wunderbar funktioniert und ich kam sehr sehr glücklich wieder zu Hause an.
Irgendwie sind diese positiven Ereignisse aber auch kontraproduktiv, denn so fällt es mir noch viel schwerer auf die Rolle zu steigen. Ich will auch in der Woche raus, aber da ist einfach mal dunkel (und im Dunkel hätte ich auch mit Licht diese Wege nicht fahren wollen). Die Strecke gibt es übrigens hier.

Und sonst so, die Zeit vergeht echt schnell. Da hat man mal ein Tag keine Trainingslaune, aber schon ist schwupps die Woche um und im Ergebnis stehen 8:10 h als Wochenzeit auf dem Ergebnisblatt, statt 9:55 h. Okay, die lange Schwimmeinheit am Samstag ist auch ausgefallen bzw. wurde mit dem – für mich – etwas kürzeren Vereinsschwimmen am Sonntag ersetzt.
Aber rückbetrachtend schwupps ist die Zeit um und man sieht eine Woche mit 8:10 h Trainingszeit als nicht mehr optimal an, wovor man vor einer Weile noch Respekt gehabt hätte und schließlich war es letzte Woche ja auch etwas mehr.
Und es gibt noch einen Punkt, wo die Zeit ganz schnell vergangen ist. Anmeldung und Eventdatum vom Wintermarathon liegen gefühlt sehr dicht beeinander und ich werde den nächsten Samstag laufen aus dem vollen Training und ohne wirkliche Vorbereitung dafür. Das Event selbst soll für mich ja auch ein Trainingslauf darstellen, ich wollte mich darüber auch zu einem sehr langen Lauf nötigen. Wenn es dann auf einmal aber so vor einem steht, das Event, dann ist das schon gewaltig. Ich bin gespannt, aber freue mich drauf.

Und das ist eigentlich auch zusammenfassend die Aussage für die nächsten 180 Tage – ich bin gespannt, aber freue mich drauf, bis es dann heißt „One minute to go“.

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2 Antworten zu Wie die Zeit vergeht

  1. Daniel schreibt:

    Ich laufe am WE auch aus dem vollen Training raus und hoffe nur das ihr noch die Zeit im Kopf habt, die wir laufen wollen. Bin doch immernoch keine Rakete 🙂

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