Flexibel bleiben und Jahresrückschau 2012

Nach dem perfekten Start in den Trainingsplan für die Langdistanz gab/gibt es nun eine schwierigere Phase zu überwinden. Ich hatte schon öfter Phasen in den vier Wochen lang alles perfekt lief, aber dann sackte doch irgendwie wieder alles zusammen. Nun hieß es dranbleiben. Erste Anzeichen las man schon im letzten Beitrag und so ist auch die Woche drauf die Rolleneinheit in der Woche ausgefallen. Dann gab es noch letzten Arbeitsstress, Weihnachtsfeier, neues Auto abholen, Weihnachten, Silvester, damit verbunden geschlossene Schwimmhallen – mir wurde es nicht gerade einfach gemacht und so viel auch eine weitere Radeinheit (eine lange vom Wochenende) aus. Aber es war an mir mit der Situation umzugehen und flexibel zu bleiben. So lief auch auch an dem Morgen beim Freundesbesuch, am ersten Weihnachtsfeiertag bei meinen Eltern, erkundete am Zweiten statt Schwimmen die Umgebung mit dem Fahrrad von meinem Vater und nutzte meinen Urlaub zwischen den Jahren zu weiteren Radrunden im Hellen draußen. Der Ruhetag zu Silvester wurde gestrichen und ich absolvierte einen langen Lauf über 27 km mit ca. 320 HM zur Babisnauer Pappel, setzte mich Neujahr nochmal aufs Rad und erkundete dank der Hilfe meines Edge200 neue Strecken in der Umgebung und legte dann erst gestern nach einigen Tagen wieder einen Ruhetag ein. Heute früh hielt mich der Regen vom Laufen ab und ich ging zurück ins Bett. Wohl wissend, dass es mit einer Laufeinheit nach Arbeit bei mir sehr schwer ist, aber auch wissend, dass eigentlich Ruhewoche ist (die Wochen sind aber gerade etwas durcheinander) und ich morgen in 3 Tage Trainingslager starte. Bei der Wochenplanung bzw. beim Leben stelle ich aber fest, dass Kleinigkeiten ganz ganz entscheidend seien können. Ich habe mir z.B. angewöhnt, meine Trainingseinheiten aus dem großen Plan im Excel mit der Wochenplanung als konkrete Trainingseinheiten in den PolarPersonalTrainer zu übertragen und dort konkret zu planen, dabei wird z.B. auch aus 1h-Schwimmen 45 Min-Schwimmen, da ich nur eine Stunde Eintritt bezahle und somit nicht zu einer Stunde Wasserzeit komme oder es wird 1:30 h draus, weil ich dann den 2h-Tarif nehme. Es werden berufliche Termine integriert und versucht die Wetter- und Wochenendsituation zu berücksichtigen. Diesen konkreten Wochenplan drucke ich mir aus und hänge ihn mir an den Kalender im Flur. Nun hab ich das über die „Chaostage“ nicht gemacht und hab dabei aber ständig was vermisst, wo ich – zumindest als Anhaltspunkt – draufschauen kann. Das hat Unruhe und Unsicherheit reingebracht und Aufregung der es nicht bedarf. Ab nächste Woche wird das dann wieder ordentlich durchgezogen. Aber trotz aller Vorgaben muss ich flexibel bleiben und es gelingt mir auch und so habe ich weitere Wochen erfolgreich hinter mich gebracht und diesmal nicht schon irgendeine Pause nach 4 Wochen. Auf geht es in den nächsten Teil der Vorbereitungsphase.

Unter dieser Situation macht ein Jahresrückblick nach Zahlen eigentlich kein Sinn. Denn ich bin seit Mitte November schon in der Saison 2013. Aber für die es interessiert ein paar Anhaltspunkte. Ich bin 2012 1530 km gelaufen. 2890 km Rad gefahren. Dabei dürften einige Stunden auf der Rolle nicht mit eingerechnet sein. Diese Kilometer bin ich außerdem sehr ungleichmäßig verteilt gefahren. So ist bis März quasi nichts passiert und der Juli dagegen schlägt gleich mit knapp 800 km zu Buche. Außerdem war ich für über 70 km im Wasser, wobei auch einige Kilometer fehlen dürften, da ich die Entfernungen bei meinen Schwimmeinheiten nur sehr unregelmäßig eingetragen habe.
Mein Körpergewicht stieg um ca. 2 kg. Aber wenn ich mich so anschaue, dann führe ich das nicht auf das Stück Stolle von Weihnachten zurück, sondern dem Muskelzugewinn im Brust-/Schulterbereich und an den Oberschenkeln.

Eher interessant ist der Blick zurück vom Status und Gefühl vor einem Jahr. Man vergisst doch relativ schnell, was man erreicht hat und sieht nur die Dinge, die man nicht erreicht hat oder die noch verbessert werden müssen. Vor allem die erste Hälfte des Jahres war auch dadurch geprägt, dass es Wichtigeres im Leben als Sport gibt und die Gesundheit von Sabine oben an stand. Auch wenn ich es zwischen den Besuchen bei ihr, im Krankenhaus, bei der Kur und sonstigen Dingen damit im Zusammenhang noch gut geschafft habe, mein Training zu integrieren, so hat die Situation nervlich und schlafmangeltechnisch doch mehr am Körper gezehrt als man in der Situation dachte. Konnte ich zum Halbmarathon in Berlin im zeitigen Frühjahr noch eine deutliche neue Bestzeit auf die Straße zimmern, so war es damit spätestens bei Oberelbemarathon vorbei. In der zweiten Jahreshälfte – als die Seiten der Krankheitsakte von Sabine sich langsamer füllten – stand dann mein Sport und meine Pläne wieder mehr im Vordergrund. Ich absolvierte erfolgreich meine erste und zweite olympische Distanz und noch bevor ich meine erste Halbdistanz absolvierte meldete ich mich erfolgreich für die Challenge Roth 2013 an. Schon als Vorbereitung darauf bestand ich das Marathonschwimmen über 4,5 km und mein geplanter Jahreshöhepunkt die Halbdistanz beim Knappenman hatte diesen Namen auch verdient. Es war top – nun bin ich Triathlet.
Bei all diesen Events in dieses Jahr standen Zeiten aber auch gar nicht so sehr im Vordergrund und es störte mich auch nicht, dass ich bei vergleichbaren Events Bestzeiten nicht brechen konnte. Obgleich ich froh war, meine Marathonzeit beim Dresden-Marathon nochmal fast bestätigen zu können. Neue Distanzen, Herausforderungen wie der Strongmanrun, schöne Läufe wie der Nachtlauf, Treffen, Trainingslager und Wissen aneignen waren wichtiger.

2012 war nicht mehr aber auch nicht weniger als die Vorbereitung für 2013 und die lief zurückblickend richtig gut.

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4 Antworten zu Flexibel bleiben und Jahresrückschau 2012

  1. Manu schreibt:

    Ich drücke Dir die Daumen, dass 2013 so wird wie Du es Dir vorstellst und auch beim Training alles glatt läuft! Alles Gute!

  2. Andreas schreibt:

    Das war doch ein recht abwechslungsreiches Jahr 2012 für dich inkl. Triathlon-Debüt! Ich wünsche dir für 2013 viel Erfolg und Spaß in Training und Wettkampf!

  3. Din schreibt:

    Dass du trotz all der Anstrengungen so eine tolle Saison hattest und so viele Wettkämpfe bestreiten konntest, ist wirklich beeindruckend. Super gemacht!

    Ich hoffe, dass deine Vorbereitung für Roth reibungslos verläuft und halte dir Daumen!
    Ein gesundes neues Jahr wünsch ich auch noch.

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