Puh – das war knapp…

…aber quasi fast in allerletzter Sekunde ist die Motivation doch zurück und ich bin heiß auf den Oberelbemarathon morgen.

Ich bin gut vorbereitet, auch wenn ich diesmal keinen 39 km Lauf in der Vorbereitung hatte sondern diesmal bei km 36 Schluß war. Nach den letzten Läufen war irgendwie ein bisschen die Luft raus, es wurde zäh ohne eigentlichen Grund, aber das tapern hat gewirkt und so war ich letzten Sonntag schon begierig und hätte mich fast am morgen noch für den Leipzig Marathon angemeldet, zumal für diese Woche eine Hitzeschlacht angesagt ist und es letzte Woche noch auszuhalten ging. Ich war dann aber doch noch vernünftig.

Was danach kam, hat meine Motivation aber schlagartig zerstört und einen mal wieder geerdet, was den Sport angeht. Meine Freundin war vorige Woche kurzfristig ins Krankenhaus gekommen und die Woche und die Erlebnisse hatten schon Kraft geraubt, aber am Wochenende ging es eigentlich aufwärts. Als Montagabend dann die Diagnose Krebs im Raum stand, sah die Welt auf einmal ganz anders aus. Die Dienstageinheit ist ausgefallen und stattdessen haben wir uns nochmal sehen können. Auf einmal war in meinem Kopf ein DNS sehr präsent. Was sollte das Laufen für einen Sinn haben und vor allem das Laufen bei einem Event nach Zeit – ganz für mich allein zum Abschalten – das ja, aber sonst. Die Nachricht von einem Freund, der seinen ersten Marathon in 2:58 h finishte war sehr überraschend und wäre ein Traum für mich, aber für den kommenden Sonntag wäre mir das auch egal. Sobald es anstrengend würde, würde ich wohl eh aussteigen. Die ganze Woche ging das so, ich bereitete mich zwar vor, also trank reichlich, aber sonst wusste ich echt nicht, ob ich starten würde. Meine Freundin wollte, dass ich laufe, aber wenn es ohne eigenen Antrieb passiert, dann würde es wohl scheitern. Am Donnerstag dann die einzige Trainingseinheit der Woche, eine sehr lockere 7 km-Runde beim Lauftreff. Also regeneriert habe ich mich mehr als genug. Gestern war ich dann meine Startunterlagen abholen und habe endlich mal Matthias von MyGoal persönlich getroffen. Das war schön und auch da ging es um die Motivation in dieser Situation. Abends gab es dann noch ein Bier zur Beruhigung und dann ab ins Bett.

Und heute früh, da war es auf einmal wieder da, das Feuer diesen Lauf anzugehen, nach meiner Bestzeit zu streben trotz Hitze (mein Ziel habe ich aber trotzdem reduziert) und einfach stolz ins Ziel zu laufen. Es wird ein Wagnis wegen der Temperaturen und weil ich den Brooks T7 Racer im Marathon laufen werde, aber ich will es angehen. In 24 h habe ich die Halbmarathon-Marke hoffentlich längst passiert. Run happy, auch wenn es derzeit ein bisschen schwer fällt.

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2 Antworten zu Puh – das war knapp…

  1. Hans-Gerd Heyne schreibt:

    Es ist schon ungerecht – andere schmeißen ihre Gesundheit, dank ihres Lebensstiles regelrecht weg. Ich wünsche deiner Freundin alles Gute und dir einen erfolgreichen Marathon.
    Vielleicht hilft euch dieser Link:
    http://www.johannescoy.de/
    Viele Grüße
    Hans

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