Silvesterlauf Leipzig

Nachdem mein normales Silvesterprogramm dieses Jahr nicht umgesetzt werden konnte und damit auch nicht der Lauf zur Babisnauer Pappel, hieß es, sich einen anderen Silvesterlauf in oder in der Nähe von Leipzig zu suchen. Die Wahl fiel auf den Silvesterlauf am Auensee in Leipzig und ich fand es ganz gut, dass es dort nicht nur Spaß werden würde, sondern auch eine Zeitnahme gab (wenn auch nicht mit Chip und Nettozeit).

Ein bisschen Sorgen machte mir im Vorfeld das Wetter – ich wollte doch nicht bei Regen laufen und wie würden die Wege aussehen, nach den Regenfällen der letzten Tage? Meine Sorgen waren allerdings unbegründet, es hörte rechtzeitig auf zu regnen und die Wege waren trotz der Niederschläge der letzten Tag in bester Ordnung.
Nicht ganz ausgeschlafen holte ich mir meine Startunterlagen ab, lief mich knapp 2 km ein und machte mich startbereit.

Ohne großes Tamtam hieß es für die 343 Starter an der Startlinie aufstellen. Schuß und ab. Ich hatte mich – wegen der fehlenden Nettozeit – ziemlich weit vorn eingeordnet und wollte es für diese Umgebung aber entspannt angehen lassen, um nicht zu überpacen. Der nette Hintern, an dem ich dranblieb, ließ es mit 3:40 Min auf dem ersten Kilometer aber mir doch zu zügig an und so ließ ich sie ziehen. (Sie wurde mit reichlich 40 Min zweite Frau – das hätte ich eh nicht halten können.) Ich versuchte also ein hohes aber nicht zu hohes Tempo zu halten – das ging mit 4:06 und 4:10 auch so in Ordnung, auch wenn ich eigentlich 4:15 als Ziel hatte. Zwischendurch musste man über ein Wackelbrücke, sprich mit den ganzen Leuten drauf und deren Rhythmus kam die mächtig ins schaukeln und man hatte kurz das Gefühl ins Leere zu treten. Danach brauchte ich erstmal wieder ein paar Meter um mich zu sammeln. Weiter ging es über meist geschotterte Waldwege und noch zwei Brücken, ehe es direkt um den Auensee ging und dann wieder zurück zum Start im Stadion. Mittlerweile hatte ich mächtig zu tun, Tempo zu halten und schnaufte ganz schön. Auf die Uhr schaute ich nur mal kurz beim Piepen der automatischen Kilometer. Auf das GPS-Signal wollte ich mich im Wald aber nicht verlassen, Kilometerschilder gab es keine und so hieß es einfach, richtig Tempo machen nach Gefühl. Mein Puls war im Prinzip durchgängig hoch, aber mit vorschreitender Länge wurde es schwerer und schwerer das Tempo zu halten und so büßte ich auch ein – 4:35, 4:25, 4:32. Auf dem letzten Stück lief noch ein Bekannter mit mir mit besser gesagt, ich zog ihn eine Weile, dann zog er mich ein Stück und dann musste ich ihn leider laufen lassen. Ein echter Schlussspurt war nicht drin, ich versuchte nur das Tempo sehr hoch zu halten, nur als noch zwei Leute noch 50 m vorm Ziel an mir vorbei wollten, explodierten nochmal kurz Kräfte und ich gab erfolgreich Kontra und so wurde es mit 4:04 auch nochmal ein schneller Kilometer. Leider langte es trotzdem insgesamt nicht zu einer neuen Bestzeit, sondern ich kam mit 43:29 Min 20 Sekunden hinter meiner Bestzeit ins Ziel.

Kommt davon, wenn man wochenlang mal hier und da eine Einheit ausfallen läßt und aber auch aus dem vollen Training in den Wettkampf geht.
Mit dem kleinen Startgeld von 5 EUR nahm man außerdem noch an einer Tombola teil – für mich gab es auch da nix zu gewinnen, aber insgesamt war es ein kleines (so ganz klein war es gar nicht mit der Starterzahl) aber feines Event und kann jedem empfohlen werden.

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6 Antworten zu Silvesterlauf Leipzig

  1. Din schreibt:

    Hört sich doch aber trotzdem nach einem schönen Lauf an! Muss ja nicht immer eine Bestzeit sein! Wie du so schön im letzten Artikel über die Bestzeiten geschrieben hast, kannst du ja mit der letzten Saison irre zufrieden sein. Sieh, was du alles geschafft, geleistet und für schöne Erfolge erzielt hast!
    Liebe Grüße und auch auf diesem Weg ein schön neues und vor allem gesundes Laufjahr!

    • Ralf schreibt:

      Ja, war auch ein schöner Lauf und das mit der Bestzeit stört mich nicht sehr, ich hab vorher schon gedacht, dass ich nicht mehr so richtig in Form bin.
      Und Dir auch ein schönes und gesundes Lauf-/Sportjahr.

  2. Miłosz Węckowski schreibt:

    An einem Sylvesterlauf an Bestzeiten zu denken is doch schon vermessen! 🙂

  3. Running Willi schreibt:

    Kannst aber auf jeden Fall mit der Zeit zufrieden sein. Läufst du auch manchmal Rennen ohne Beszeitgedanken?

    Run ON!
    Willi

  4. Ralf schreibt:

    Ganz ohne Bestzeitengedanken bis jetzt eher nicht. Durch die deutliche Leistungssteigerung aber kein Wunder. Beim Triathlon bin ich da deutlich entspannter, da dort alles viel schwerer zu vergleichen ist. Da ich in Berlin 41:XX auf der Uhr hatte und das aber offiziell wegen dem schlechten Wechsel nur 43:09 waren, hatte ich halt doch noch Hoffnung, auch wenn ich wusste, das die Form nicht so richtig passt und ich eine intensive Woche hatte. Vielleicht geht es in zwei Wochen beim Wintermarathon doch mal auf ein ganz entspanntes Läufchen.

  5. Andreas schreibt:

    Für die Umstände war der Lauf doch super! Und einmal im Jahr darf man doch auch mal keine Bestzeit laufen 😉 Was ich so bisher bei dir gelesen habe, lässt mich sehr stark ein Bestzeit-Laufjahr-2012 vermuten. Ich drücke dir auf jeden Fall die Daumen!

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