Jahresrückblick 2011 – Bestzeitenpulverisierung im Akkord

Auch ich kann es nicht lassen und fasse mal mein Jahr zusammen. Ist auch bitter nötig so eine Reflexion der letzten 365 Tage für mich, denn all zu oft vergesse ich, was ich schon geleistet habe und sehe oft nur, was ich noch nicht hinbekomme.

Die finanzielle Aufstellung – wie in der letzten Jahreszusammenfassung – lasse ich mal lieber sein. Der Kilometer-Preis dürfte zwar gesunken sein, was aber vorrangig an den mehr gelaufenen Kilometern liegt. Außerdem weiß ich nicht so recht, wo ich die Grenze ziehen soll. Zählt mittlerweile die Triathlon-Ausrüstung dazu (dann wäre es aber kein Vergleich zum letzten Jahr) und was ist mit Ausgaben für Bücher. Okay, ein Trainingsbuch wäre wohl okay, aber ein Erlebnisbuch ala „Eislauf“? Insgesamt habe ich es auf ca. 2.100 Lauf-Kilometer und nochmal ca. 2.000 Rad-Kilometer gebracht. Das Schwimmen ist – auch wenn ich es in letzter Zeit sehr verstärke – da noch sehr untergeordnet und dürfte sich so bei ca. 15 km einpendeln. Gegenüber 630 km nur Laufen letztes Jahr ist da deutlich was passiert. Allerdings sind meine Lauf-Kilometer seit dem Dresden-Marathon doch deutlich zurückgegangen und so komme ich nur noch auf ca. 30 km/Woche. Das muss wieder besser werden.

Mein Körper gewöhnt sich so langsam an die Belastungen und so habe ich das Jahr ohne große Verletzungen und Probleme überstanden.

Der letzte Winter gehörte ganz intensiv der Vorbereitung auf meinen ersten Marathon. Im Gedächtnis eingebrannt hat sich da vor allem mein Erlebnis, als ich falsch abgebogen bin und sonst viele Wochen genau nach Plan. In der Zeit habe ich mich – nach dem Ernährungsseminar – auch ziemich gesund ernährt. Das habe ich wieder etwas schleifen lassen, aber insgesamt lebe ich schon gesünder als vor einem Jahr und ich habe wieder Spaß am kochen.

Außerdem war dies auch die Zeit als ich als Brooks-Tester unterwegs war. Das war wirklich gut und ich bin froh, die Chance bekommen zu haben. Mit dem Brooks T7 Racer begann dann auch Anfang März die Wettkampf-Saison und es war herrlich über die Pisten zu fliegen.

Die Bestzeiten sind dieses Jahr nur so gepurzelt, so konnte ich beispielsweise meine 10 km-Zeit von 50:20 über 45:38 über 45:21 und 43:28 auf schließlich 43:09 verbessern und auch auf den anderen Strecken war ich fast jedesmal als ich angetreten bin, schneller als jemals zuvor. Das hat einfach Spaß gemacht. Überhaupt haben mir die Events Spaß gemacht. Beispielsweise mit 25.000 Leuten gemeinsam durch ein Spalier von Zuschauern beim Halbmarathon zu laufen, aber auch so kleine Events wie der Mazdalauf in Eilenbug.

Und dann im Frühjahr, genauer am 8.5., war die Zeit reif für meinen ersten Marathon. Den ich zwar nicht unter vier Stunden finishen konnte und am Ende auch Gehpausen einlegen musste, aber das Gefühl im Stadion war grandios und kann mir keiner mehr nehmen und ich war und bin so unendlich stolz und glücklich darüber.

Danach kam noch die Bestzeitenpulverisierung auf den 5km-Strecken, aber insgesamt war so ein bisschen Luft raus. Aber das bedeutete nicht Scheitern, sondern Chance. Nach der Team-Challenge entstand die Idee zur Staffel-Teilnahme beim Mühlentriathlon. Dies endete mit einem tollen Sieg und auch mein Helfereinsatz beim Schlosstriathlon in Moritzburg trug dazu bei, dass mich das Fieber gepackt hat. Ich bin den nächsten Tag in den Bike-Shop und noch einen Tag später war ich stolzer Besitzer eines neuen Rennrades. Ab jetzt hieß mein Wahnsinn Triathlon.

Damit gab es im Training neue Reize und durch das verschiedene Training merkte man auch kaum, dass man öfter mal zweimal am Tag trainierte und den ein oder anderen Ruhetag auch wegfallen lassen hat. Bis zum ursprünglichen Einsteiger-Tria beim KnappenMan wollte ich dann doch nicht warten und so ging es am 24.7. zum ersten Mal für mich in den Dreikampf in Senftenberg.

Nach dem Event ist vor dem Event und so ging es munter weiter mit Nachtlauf, Pöhler Triathlon und dann dem Knappenman. Nach dem Radkauf gab es natürlich noch den Tria-Einteiler und ohne Neo bin ich auch nicht lange geblieben – soviel zur Finanzliste.
Bei den ganzen Wettkämpfen und Trainings kam dann mein Ausgleichsport – das Klettern – doch ziemlich kurz und so habe ich dieses Jahr nur wenige Gipfel in meinem Tourenbuch stehen. Diese Erfahrungen waren dafür um so intensiver. Aber als richtiges Training für den Rücken kann das kaum noch zählen.

Vom Knappenman ging es direkt in den Urlaub nach Rügen. Dort sollte sich mein Leben ganz schön ändern. Aus dem geplanten Schwimmen zur Insel Vilm wurde aufgrund des Wetters nichts, aber dafür mit dem schönsten Urlaubsmitbringsel. Ab sofort war ich nicht mehr Single. Für meinen Sport hat das keinen Einbruch bedeutet. Sie mag das auch, ich habe eine Radbegleitung während meiner langen Läufe gehabt. Nur meine Einheiten lege ich etwas flexibler und gestalte sie auch flexibler. Was ich im Winter noch gut fand, dass ich genau nach Plan gelaufen bin, habe ich jetzt komplett umgekehrt. Dabei habe ich aber auch den reinen Spaß an der Sache gefunden und fühle mich bestätigt, dass ich es nur aus Freude mache.

Im September bei der Hitzeschlacht beim Stadtlauf Leipzig kam es dann zum ersten Mal zu der Situation, dass ich meine Bestzeit bei einem Lauf nicht verbessern konnte, aber ich habe das gut weggesteckt.

Danach stand die Vorbereitung für meinen zweiten Marathon an. Eigentlich wollte ich den nur als lockeren Trainingslauf mit optimaler Getränkeversorgung absolvieren und überhaupt bei dem Event dabei sein. Ein Jahr vorher war ich über die Marathon-Messe geschlichen und wäre so gern dabei gewesen, aber da hat mich Teilnahmegebühr und Champion-Chip-Gebühr noch abgehalten. Bei so einem Event in seiner Stadt muss man einfach dabei sein. In der Vorbereitung habe ich es – frisch verliebt – doch etwas schleifen lassen, aber wenigstens drauf geachtet, dass ich vier lange Läufe über 36 km und mehr hinbekomme. Dies ist mir auch gelungen und ich habe mich auch nicht mit anderen Wettkämpfen von meiner Vorbereitung ablenken lassen und so stand ich dann sehr nervös im Oktober beim Dresden Marathon am Start, aber was danach kam, war der pure Genuß. Es war ein herrlicher Lauf und alles war wunderbar, so dass ich meine Marathon-Bestzeit um mehr als 32 Minuten verbessern konnte.

Danach gönnte ich mir drei Wochen komplette Ruhe, ich wollte nur das machen, wozu ich wirklich Lust hatte und so war ich in der Zeit viermal laufen, fürs Radfahren war es mir irgendwie schon zu kalt und dunkel und mit dem regelmäßigen Schwimmen hatte ich mich auch noch nicht angefreundet. Dies ist dann aber sehr bald gekommen, ebenso wie die Anmeldung im Moritzburger Triathlonverein. Ich mache sehr regelmäßig Sport, aber meine Laufkilometer sind seit dem Marathon auf ca. 30 km pro Woche geschrumpft. Das muss sich wieder ändern! Zwischendurch gab es mit der Marathonstaffel in Berlin noch ein schönes Highlight.

Ans Dehnen kann ich mich immer noch nicht gewöhnen, aber seit kurzem überliste ich mich und mache dafür einmal in der Woche eine Yoga-Einheit. Das ist echt gut.

Das war es dann auch schon – mein Jahr 2011. Ach nein, nicht ganz. Silvester nehme ich noch am Silvesterlauf in Leipzig über 10 km teil. Meine Laufform ist z.Z. nicht die Beste, aber vielleicht überrasche ich mich ja noch selbst und stelle am letzten Tag des Jahres noch eine neue Bestzeit auf.

Neben den ganzen aktiven Dingen, habe ich in der Regeneration so manches gute Buch gelesen – dazu aber mal mehr in einem separaten Artikel.

Und sonst so – Pläne 2012. Ja, gibt es. Um ein paar Anmeldungen schon loszuwerden, fehlt mir noch meine Startpassnummer und bei manchen Events will ich auch noch warten, da sich evtl. noch was anderes ergibt. Außerdem steht auch noch eine Weiterbildung auf dem Plan und evtl. auch ein Umzug – da will ich mir noch nicht viel verbauen. Mein Plan sieht hauptsächlich so aus, dass ich meine Rechnung mit dem OEM begleichen will und dort die 4 Stunden brechen, möglichst sogar 3:30 h. Danach gibt es dann volle Konzentration auf den Triathlon und da soll es drei olympische Distanzen geben (Schlosstriahlon Moritzburg, Leipziger Triathlon und Knappenman), wobei ich mir noch vorbehalte, den Knappenman oder an dem Wochenende einen anderen Triathlon erstmalig in der Halbdistanz zu absolvieren. In der Vorbereitung des OEM gibt es noch Mazdalauf Eilenburg, Citylauf Dresden, Halbmarathon Berlin und im August lasse ich mir den Nachtlauf in Dresden auch nicht entgehen. Blöd ist, dass der Stadtlauf Dresden am gleichen Tag wie der Schlosstriathlon ist und der Leipziger Triathlon gleichzeitig mit Senftenberg. Ich würde so gern wieder in Senftenberg starten, dort wo ich das erste Mal einen Triathlon absolviert habe, aber leider ist die Auswahl an olympischen Distanzen in Tagesfahrtreichweite nicht sehr groß und Leipzig passt auch ideal in den Terminplan.
Man wird sehen was das Jahr bringt – vor einem Jahr hätte ich die Entwicklung von diesem Jahr nie und nimmer vorausgesagt. Also schön dranbleiben und immer mal wieder vorbeischauen 🙂

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5 Antworten zu Jahresrückblick 2011 – Bestzeitenpulverisierung im Akkord

  1. Manu schreibt:

    Ein toller Jahresrückblick mit vielen beeindruckenden Erfolgen!!! Well done! 2012 sehen wir uns auf jeden Fall bei HM in Berlin, beim Citylauf und beim OEM in Dresden 🙂

  2. Henrik schreibt:

    Was für ein Jahr. Ich wünsche dir, dass es 2012 noch besser läuft und vor allem: verletzungsfrei. Viel Erfolg!

  3. Bernd Märcz schreibt:

    Eine imposante Rückschau mit viel Potential für 2012. Ich drück Dir die Daumen und hoffe, mit Dir gemeinsam beim OEM starten zu können.

  4. Claudia schreibt:

    Respekt, Dein Jahr 2011 war wirklich beeindruckend. Obwohl ich regelmäßig mitgelesen habe finde ich Deine Zusammenfassung wichtig und spannend! Danke dafür!
    Alles Gute für 2012 und ganz viel Gesundheit wünsche ich Dir!

  5. Andreas schreibt:

    Da hast du ja ein imponierend großes Pensum an Wettkämpfen absolviert! Ich bin gespannt, was du 2012 so berichten wirst. Erst einmal aber wünsche ich dir einen guten Rutsch und ein erfolgreiches, verletzungsfreies Neues Jahr!

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