Saisonabschluss

Ich bin mittendrin – in der Regenerationsphase nach dem Marathon, mittdendrin in der Planung für 2012, aber irgendwie auch noch in der Saison 2011. Ich hatte die zweite Jahreshälfte ja noch ziemlich ungeplant gelassen und genau das merke ich jetzt, denn ich habe auch nicht zwischendurch geplant.
Obwohl – so ganz ungeplant ist es nicht – ich habe mich seit langer Zeit für die Marathon-Staffel in Berlin gemeinsam mit den Running Twins bereit erklärt. Aber das wird (ehrgeiziger) Spaß, insgeheim brodelt es wohl noch in mir, dass ich beim Nachtlauf auf der Durchgangszeit bei 10 km eine 42:30 hatte, die aber bei den 30 Grad beim Stadtlauf in Leipzig nicht bestätigen konnte und noch immer meine 10km-Bestzeit von dem unzufriedenen Lauf in Berlin zu Buche steht. Ich werde aber wohl einsehen müssen, dass ich das diese Saison nicht mehr ändern kann. Aber es fällt mir schwer.
Alles was es jetzt noch so gibt, sind hügelige Läufe über krumme Distanzen – wirklich sehr schön, aber halt nix für die 10 km-Bestzeit. Dieses „Scheitern“ wird mich wohl aber stark machen.

Die sensationelle Marathon-Bestzeit ist mittlerweile einfach so akzeptiert und es freut mich sehr, aber löst auch nicht mehr die übelste Euphorie aus. Sie gibt mir eher Aufgabe für 2012 auf. Und da steht nach wie vor an, beim OEM auch die 4h-Marke zu knacken. Durch die gute Zeit hängt natürlich die Messlatte nun schon einiges höher und so würde ich aktuell gern auch 3:45 bei schlechten Bedingungen schaffen wollen und 3:30 angreifen wollen, aber was dann wirklich Ziel sein wird, wird man nach dem Winter sehen und nach dem Test beim Halbmarathon in Berlin.
Zu diesem beiden Events bin ich übrigens schon angemeldet.

Und damit sind wir auch in der Planung für 2012. Nach dem Frühjahrsmarathon soll die Konzentration voll auf dem Triathlon liegen. Dabei außerdem um eine Streckenverlängerung gegenüber diesem Jahr, d.h. olympische Distanz. Die Events dazu werden in meiner Umgebung schon wieder übersichtlich. Gleichzeitig überlege ich auch, für einen Wettkampf mal weiter zu fahren und das mit einem Mini-Event-Urlaub zu verbinden. Die olympische Distanz gibt es auf jeden Fall beim Schlosstriathlon in Moritzburg. Dann muss ich noch ein Event finden bzw. mich für eins entscheiden und dann gibt es den Knappenman, ob ich den olympisch angehe oder dort evtl. meine erste Halbdistanz probiere – genau das ist der Kampf, der sich gerade so in mir abspielt. Die Vernunft sagt olympisch, der Wille sagt mehr. Aber egal was ich mache, 2013 soll es trotzdem „nur“ Halbdistanz geben und 2014 wird angegriffen! Passend dazu kam heute auch der Postbote mit „Going long“.

Der Marathon ist gerade mal eine Woche her, ich werde weiter regenerieren und meinen Körper pflegen. Irgendwie spinnt auf einmal nämlich meine Achillessehne. Dehnen und Kraftübungen stehen für den Winter jedenfalls wieder vermehrt auf dem Plan! Dass ich in der Vorbereitung so faul durchgekommen bin, ist ja schon fast ein Wunder und nun meldet sich aber halt auch die Sehne.
Regeneration sah übrigens so aus. Donnnerstag wieder den ersten Lauf beim Lauftreff. Samstag 60 km auf dem Crossbike meiner Freundin im Leipziger Neuseenland und Sonntag dann den ersten Lauf mit ihr zusammen. Der Turm war schon ein sehr verlockendes Ziel, aber für den ersten Auslauf war es eigentlich zuviel. Aber ich war vernünftig und zurück ging es dann in 2 Minuten Gehen, 3 Minuten Laufen und so hat sie nach 2 Tagen die reichlich 7 km doch ganz gut verkraftet, vor allem hat es aber wohl Spaß gemacht und das ist nach wie vor das Wichtigste!

PS: „Vom Junkie zum Ironman“ – Das Buch ist nicht topp, aber schon sehr gut – der Film dagegen fällt deutlich ab.

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5 Antworten zu Saisonabschluss

  1. Din schreibt:

    Hi Ralf, du bist ja schon deutlich weiter als ich – Auswertung, Wintermonate und Planung für 2012. Aber über deine Marathonzeit solltest du dich unglaublich freuen! Der Winter wird ja noch lang genug… obwohl ich überlege, mal an der Winterlaufserie in Januar hier in Bln. teilzunehmen (drei Wochenende mit drei Wettkämpfen); könnte ich mal die Form begutachten.

    Einen Wettkampf mit einem Urlaub zu verbinden, finde ich immer super spannend – in Wien war es wirklich schön und schneller lernt man eine Stadt nicht kennen.

    Ich bin gespannt und halte dir die Daumen für die Staffel, damit du die Euphorie mal wieder so richtig spüren kann; dann sehen wir uns auf dem Flugfeld!

    • Ralf schreibt:

      Ich freu mich auch über meine Zeit, nur schreie ich nicht mehr vor Glück 🙂

      In Dresden ist die Winterlaufserie (zumindest die, die ich kenne) mehr ein organisierter Lauftreff. Sprich, es gibt eine 10 km Runde und ob man die einmal, zweimal oder noch mehr laufen will ist jedem selbst überlassen und es erfolgt auch keine Zeitnahme.

      Für die Reise reizt mich ja ein Triathlon in Regensburg oder in Roth schon reinschnuppern, wenn es die Möglichkeit gibt zusammen mit den Profis zu trainieren oder dann halt einen Herbstmarathon woanders – die Frankfurt-Übertragung hat da schon sehr viel Lust bereitet.

      Wir sehen uns bei der Staffel.

  2. Henrik schreibt:

    Der Ehrgeiz tropft aus jeder Zeile :). Wie das so ist mit den Bestzeiten. Schraubt man sie so unglaublich schnell nach oben, wird es richtig schwer, diese weiter anzugreifen. Du kannst in Berlin gerne einen 10er bei der Staffel laufen – die Zeit wird pro Teilnehmer genommen. Wenn es nicht zu windig ist, bietet die Strecke Potential für einen schnellen Lauf. Und sieh es positiv: es ist Luft nach oben. Wie bei meiner HM-Bestzeit, die steht bei… traue ich mir nicht zu sagen ;). Wir sehen uns in Berlin!

    • Ralf schreibt:

      Meine HM-Bestzeit habe ich beim Marathon ja auch fast geschlagen. Wie die Zeit pro Teilnehmer genommen wird, kann ich mir noch nicht so richtig vorstellen, aber gut zu wissen. Trotzdem ist das Motto für die Staffel auf jeden Fall: Spaß! (Okay – schneller Spaß 🙂 ) Ich freu mich auf Berlin.

      • Henrik schreibt:

        Ganz einfach: jeder Läufer bekommt einen eigenen Chip, nicht nur der Schlussläufer. Das System registriert jede Runde und da unsere Staffeln als Männer/Mixed gemeldet sind, weiß das System auch, welche Runden zusammenzuzählen sind und welche nicht. Der SCC Berlin macht das halt professionell :).

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