Besondere Momente

Ich habe gerade mal wieder Buch gelesen und öfter kochen da Emotionen in mir auf und deshalb gibt es jetzt diesen Beitrag. Nein, es ist kein Fazit 2011, es gibt auch keine neue Erkenntnis, ich will einfach nur mitteilen, was mir bisher so richtig wichtig in Erinnerung blieb. Es ist Teil MEINES Lebens, aber sonst sagt das eigentlich nix aus – zumindest möchte ich das nicht da reingedeutet wissen

Der erste Lauf, mit Basketballschuhen und nach 3,4 km völlig fertig, aber Lust darauf bekommen, das öfter zu machen, war wichtig aber im Nachhinein gar nicht so besonders, es war einfach MEIN Einstieg.

Im Frühjahr 2010 beim Firmenlauf das erste Mal einen Zeitmesschip an mein Bein zu binden, ja das war besonders. Sekundenbruchteile, aber jetzt würde es zählen, jetzt steht genau dieser Körper für eine Leisung – hach irgendwie war ich kurz geflasht!

Danach ging es mir gesundheitlich nicht so gut und ich dachte, ich muss meine neue Liebe – das Laufen – wieder aufgeben, aber stattdessen waren es nur die falschen Schuhe und ich stellte dies über einen glücklichen Umstand fest und konnte endlich losstarten, was ich beim Nachtlauf 2010 auch tat.

Bei dem Nachtlauf 2010 in Dresden lief ich gut, klemmte mich an eine Bekannte dran und brach dann auf der Rampe zur Brücke fürchterlich ein. Genau diese 10 Meter sehe ich öfter vor meinem inneren Auge und es warnt mich bis heute.

Den Silvesterlauf zur Babisnauer Pappel und dem damit für mich längsten Lauf und den unerwarteten Höhenmetern kann ich den Moment nicht abringen, das war einfach nur heftig, aber auch schön. Aber das ich diesen Jahresübergang danach völlig fertig fast schlafend erlebt habe, das bleibt hängen.

Ziemlich bewusst sind mir die Stunden als ich mich für den ersten Marathon entschieden habe, also die Ummeldung von Halbmarathon auf Marathon beim OEM 2011. Ich bereue es überhaupt nicht und finde es nach wie vor die vollkommen richtig Entscheidung.

Die Vorbereitungsläufe auf den Marathon waren schön, aber wirklich hängen geblieben ist die Runde im Stadion bei meinem ersten Marathon – dem Oberelbemarathon 2011.

Okay, es hat sich auch gut eingeprägt, dass man nicht den falschen Startblock wählen sollte. Beim Berliner Halbmarathon bis km13 nur Schlangenlinien laufen zu müssen, war nicht wirklich ideal.

Es gab dann auch irgendwann mal den Frühstückslauftreff im Rahmen des Elbhangfestes. Keine Zeitmessung und alles ganz entspannt. Ein paar Leute wollten dann aber trotzdem schnell und ich war das erste Mal unter ihnen, das heißt mit ganz vorn an der Spitze. Das tat gut. Es war einen schönes Spiel mit Strategien. Herrlich.

Bei meinem Helfereinsatz beim Moritzburger Triathlon ist mir vor allem die Szene im Kopf, als der eine Athlet gestürzt ist, die Gabel seines Rads gebrochen war und nun sein Traum aus war. Ich habe das natürlich ganz anders wahrgenommen, aber es hat mich auch sensiblilisiert für unvorhergesehene Ereignisse.

Ein besonderer Moment danach war natürlich der Weg auf das Siegerpotest beim Mühlentriathlon – den ich als Läufer in der Staffel bewältigt habe. Platz 1 war einfach nur traunhaft und sich aber auch darauf konzentrieren zu müssen, einen Platz verteidigen zu müssen und nicht nur eine Zeit abzuliefern und damit Taktik zu befolgen, war einfach neu.

Bei meinem ersten Triathlon war es auch der Augenblick als ich deutlich vor dem Ziel mir MEIN Opfer geschnappt hatte. Alles weitere war Bonus und es war einfach schön.

In Pöhl beim Triathlon war es im Nachhinhein vor allem besonders, denn die Schwimmstrecke waren nicht 0,75 km, sondern Meilen und damit deutlich weiter.

Danach gab es ein paar einprägsame aber negative Momente.
In Berlin nach der CityNacht war ich ziemlich frustriert im Hotelzimmer. Ich hatte zwar eine neue 10km-Bestzeit, aber ich hätte noch mehr hinbekommen und war zu schnell wieder erholt.

Beim KnappenMan, der eigentlich mein erster Triathlon sein sollte, war ich dann schon etwas abgeklärt, aber den richtig heftigen Zieleinlauf dann doch für mich entscheiden zu können, war schon schön.

Besonders war es dann wohl auch – frisch verliebt – auf einem 39 km Lauf noch auf den letzten 2 Kilometern wirklich an Leistung zulegen zu können.

Der letzte besondere Moment bisher war am Sonntag beim Marathon als ich dem einen Läufer, der schon ging motivierend auf die Schulter gekloppft habe und er danach wieder weiter gelaufen ist.

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3 Antworten zu Besondere Momente

  1. Tobi schreibt:

    Tolle Zusammenfassung… ich fange ja gerade an mit dem großen Ziel, in einem Jahr Marathon zu laufen, aber es ist echt motivierend und lehrreich für mich, wenn andere solche Eindrücke und Erlebnisse schreiben. Also danke für diesen Artikel!!! 🙂

  2. rose24 schreibt:

    Ich schließe mich dem Kommentar Tobis an. Deine Berichterstattungen stehen deinen Leistungen um nichts nach, einfach sehr interessant, motivierend, lehrreich und immer spannend. Danke dafür.
    Rosa aus Ö

  3. ultraistgut schreibt:

    Ach ja, du bist noch ziemlich am Anfang deiner Läufer-Karriere und kannst doch schon so viel berichten. Ich bin sicher, du wirst noch sehr viele Lauf-Abenteuer bestreiten, Höhen und Tiefen erleben, beides gehört dazu und macht letztendlich einen zufriedenen Läufer aus dir, der irgendwann – so wie ich – nicht mehr damit aufhören kann.

    Du hast alle Voraussetzungen zu einem guten Läufer – viel Glück ! 8)

    Mal sehen, was es nächstes Jahr um diese Zeit hier zu lesen geben wird ! 8)

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