Tapering

Nachdem ich letzte Woche meinen letzten langen Lauf hatte, hieß es ab da ja tapern. Hab ich intensiv gemacht, also regeneriert 🙂 Dienstag und Mittwoch ist gleich mal ausgefallen.
Also Mittwoch hatte ich sehr große Lust nach Arbeit zu laufen, aber auch Energie die Fotos der letzten Hochzeitsreportage endlich fertig zu machen und das war dann mal wichtiger.
Donnerstag hatte ich mich für abends zum Lauftreff angemeldet, aber die Wetteraussichten waren schlecht und so holte ich morgens die Mittwocheinheit nach. Okay, es gab keine Intervalle aber diesmal auch kein Bummeltempo. Abends ging es dann trotzdem noch zum Lauftreff und so ruhig (niedrigen Puls) bin ich noch nie gelaufen, dabei waren wir gar nicht mal so ganz langsam unterwegs. Es ist reproduzierbar, dass ich, wenn ich quatsche, einen um fast 10 Schläge niedrigeren Puls bei gleichem Tempo habe.

Samstag hatte ich nicht so richtig Lust auf die Runde zu gehen und so ging es dann erst am Sonntag wieder los. Da war herrlich. Es war frisch (ca. 11 Grad) aber herrlich sonnig und in neuem Laufrevier (Cospudener See bei Leipzig) machte der Lauf nicht nur Spaß, sondern ich war richtig gut drauf. Da sofort hätte der Marathon sein sollen, herrliches Bestzeitenwetter und ich in guter Laune. Aber bis zum Marathon sind noch zwei Wochen und ich hoffe nur, dass es da nicht regnet. Der Lauf hat mich auf jeden Fall angriffslustig gemacht – knapp 22 km mit 149 Schlägen pro Minute (Maximalpuls bei mir 193 – Prozente kann sich jeder selbst ausrechnen) bei 5:15 Min/km. Ich glaube, ich werde beim Dresden Marathon doch ein bisschen auf Tempo gehen. Also alles ist noch ein wenig abhängig von der Wettervorhersage, aber so prinzipiell hab ich Lust doch ein wenig zu riskieren. Naja, wir werden sehen.
Das Tapering habe ich jedenfalls perfekt fortgesetzt indem ich direkt mein Ziel an die Eingangstür zur Sauna gelegt habe. Herrlich so abzuschalten.

Da ich den Marathon diesmal nicht so ernst genommen habe und es ja lange Zeit gar nicht fest stand, ob ich über die volle Distanz gehe, habe ich mich nicht nur fast nicht an den Trainingsplan gehalten, sondern bin bis jetzt auch ohne Zusatzmittel ausgekommen. Es gab also keine besondere Ernährung, kein Ackerschachtelhalm, keine Massagen, kaum Dehnungseinheiten und trotzdem fühle ich mich besser – der Körper braucht halt wirklich einfach Zeit sich an Belastungen zu gewöhnen, denn trotzdem ich das alles weggelassen habe, habe ich keinerlei Zimperlein. Mir geht es einfach prächtig.

Jetzt sind noch ein paar Tempoeinheiten drin, etwas zeitiger ins Bett gehen, etwas mehr schlafen und dann freue ich mich einfach nur auf den Tag und die Maßnahme, die Taperingphase von 4 auf 3 Wochen gekürzt zu haben, scheint bis jetzt genau richtig zu sein.

Ich hoffe, ich habe auch in anderen Dingen die richtige Entscheidung getroffen, aber bis jetzt fühlt es sich gut an. Ich bin Mitglied im Moritzburger Triathlonverein geworden. Ich finde die Veranstaltung gut, die hat mich zum Triathlon hingeführt. Ich finde es gut, dass ich darüber meinen Startpass bekommen kann. Ich habe Lust auf die Leute, aber trotzdem ist man sehr sehr frei und es gibt auch erstmal keinen Druck, denn die Veranstaltung und nicht Resultate stehen im Vordergrund. Ich freue mich auf das Schwimmtraining und auf ein Traininggslager, auch wenn das für mich noch sehr diffus ist. Man wird sehen, was kommt.
In meinem Kopf setzt sich aber auch sehr intensiv fest, dass ich 2014 oder 2015 die Langdistanz in Roth bewältigen möchte. Der Weg ist das Ziel und deshalb wird es morgen früh heißen: „Laufen trotz Regen.“

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Dieser Beitrag wurde unter Ernährung, Lauftreff, Marathon, Regenerierung, Training, Triathlon, Wettkampf/Event veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

7 Antworten zu Tapering

  1. -timekiller- schreibt:

    Hallo Ralf,

    viel Erfolg nächstes Wochenende bei Deinem MT.

    Der Ironman in Roth, ist aber mal ein Ziel… nicht schlecht.

    Grüße -timekiller-

  2. Grit schreibt:

    Hallo Ralf,

    das hört sich doch sehr entspannt und ausgeglichen an. 🙂 Diesmal weißt du was auf dich zukommt und das nimmt dir ein bisschen die Nervosität, oder? Ich wünsche dir für Dresden flotte Beine, eine kräftige Lunge, viel Selbstvertrauen & ganz viel Freude am Laufen. Genieß deine gute Form und lass es krachen.
    Liebe Grüße

    • Ralf schreibt:

      Ja, zu wissen, was einen erwartet, reduziert die Aufregung deutlich und weil ich es schon einmal geschafft habe, gehe ich auch mit anderem Selbstvertrauen an die Sache. Danke für die Wünsche.

  3. Heiko schreibt:

    Hallo Ralf,
    viel Erfolg am Sonntag, ich denke aus der Ruhe schöpfst Du die meiste Kraft. Bin schon auf Deinen Bericht gespannt. Dein Ziel Roth ist auch nicht übel, habe auch schon mal in diese Richtung gedacht. Aber erstmal nächstes Jahr im Sommer 2-3 kurze Strecken, z.b. Sprint in Großkoschen.

  4. Claudi schreibt:

    Respekt… das ist mal ein Langzeitziel! Mit ein paar Olympischen anzufangen ist sicherlich nicht verkehrt. Ihr habt im Verein bestimmt einen Trainer, der Dich unter seine Fittiche nimmt, oder? Ich hoffe, Du führst den Blog dann auch weiter? Solche Geschichten verfolge ich wirklich sehr gerne.
    Was für Olympische hast Du Dir für das nächste Jahr überlegt? Vielleicht sieht man sich?

    • Ralf schreibt:

      Der Verein ist in der Hauptsache für die Organisation des Schlosstriathlons in Moritzburg zuständig, aber ich bekomme darüber meinen Startpass und was mir wichtig ist, Schwimmtraining. Ich hab aus dem Verein aber schon jemand unter dessen Fittiche ich mich begeben kann. Der Blog geht natürlich weiter, auch wenn der Titel dann nicht mehr ganz richtig ist.
      Ich mache auf jeden Fall die OD in Moritzburg. Sonst habe ich mich auch von Deiner Planung inspirieren lassen, aber ich glaube da sehen wir uns nicht. Den zweiten weiß ich noch nicht und beim Knappenman gibt es dann olympisch oder evtl. sogar schon Halbdistanz. Wenn ich hier nicht in der Umgebung starte, könnte Regensburg evtl. eine Option sein.

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