Laufwoche mit kurzem Neo-Test

War ich jetzt faul oder war alles nur wegen dem Stress oder war es Konzentration auf die Marathonvorbereitung? Diese Woche war laufen pur angesagt. Also fast, aber dazu später mehr.

Montag war Ruhetag. Dienstagmorgen standen eigentlich nur 4,8 km auf dem Programm, aber ich machte ein bisschen mehr. Abends gab es dann Allergiespritze und da wollte ich meinen Organismus nicht mehr groß belasten, was ich dann aber Mittwochfrüh mit intensiven 3 x 7 Min Intervallen tat. Die zog ich aber sauber durch. Auf Arbeit wurde es spät und so war danach auch nix mehr angesagt. Dafür war mein Neoprenanzug angekommen. Den konnte ich aber erst früh beim Nachbarn abholen und zog in den mal Probe an als ich Donnerstag von Arbeit kam und bis zum Lauftreff noch Zeit hatte. Oh oh oh jetzt weiß ich auch, warum das Wärmeschutzanzug in der Wettkampfordnung heißt. Ich hatte den kaum eine Minute an – das Anziehen ging viel besser als gedacht – da floß mir der Schweiß in Strömen nur vom Rumstehen. Es machten sich ein paar Bedenken in mir breit, denn er war doch ziemlich dick und ich habe immer noch den einen Blogbeitrag von einem Testschwimmen im Kopf, wie da beschrieben wurde, dass man halb auf dem Wasser lag und nicht mehr im Wasser und das Schwimmen so ziemlich schwierig wurde. Aber das würde das Testschwimmen zeigen müssen und wenn es nicht geht, kann ich ihn ja zurückschicken – das ist ja das Gute. Freitagfrüh konnte ich mich nach dem späten Lauftreff wieder nicht zum Frühschwimmen aufrappeln und machte, da es auf Arbeit stressig und spät wurde, wieder einen kompletten Ruhetag.

Samstagfrüh war Regen angesagt und so war nix mit Klettern, sondern ich absolvierte endlich mal wieder einen richtig langen Lauf (34 km). Das war wichtig. Die ersten 23 km war auch alles wunderbar – mein Puls blieb schön unten (ich kann also auch allein mittlerweile so langsam laufen), mir war auch ohne Musik (das gewöhne ich mir immer mehr an) nicht langweilig, die Idee mit Sicherheitsnadeln, die einzelnen Flaschenhalter zusammenzumachen erwies sich als bombig, so dass das nicht nervte (die rutschten sonst immer am Gurt nach vorn), und ich war gar nicht so langsam unterwegs. Ich hörte dann aber irgendwann auf zu Schwitzen, mein Puls ging immer mehr hoch und die Geschwindigkeit runter, so dass aus geplanten 36 km auch „nur“ 34 km wurden. Aber ich war froh den Lauf absolviert zu haben und es zeigte mir eindrücklich, dass ich auch als Trainingslauf den Marathon im Oktober nicht einfach so mitlaufen kann, sondern wieder ordentlich was dafür tun muss.
Danach war ich erstmal breit und gönnte mir ein Schläfchen, nachdem ich aber erstaunlich fit wieder war. So schlief ich beim anschließenden DVD-Abend mit „127 hours“ auch nicht ein. Sehr intensiver Film, aber wirklich zum empfehlen.

Heute ging es dann zum Klettern und da ich es endlich wissen wollte, wie das mit dem Neo ist, bin ich gleich nach dem Heimkommen noch los zum See. Es war zwar mit 24 Grad eigentlich ein bisschen warm, aber das Wasser würde ja kühler sein. Anziehen klappte wieder gut. Und nun ab ins Wasser. Es war merkwürdig ins Wasser zu gehen und nicht nass zu werden. Als die Oberschenkel so langsam im Wasser verschwanden spürte ich schon etwas Auftrieb. Ein paar Schritte weiter dann vom Laufen in die Schwimmbewegung und was soll ich sagen – es war einfach nur top. So nix machen zu müssen, um an der Oberfläche zu bleiben, eine komfortable Temperatur zu haben und ja ich war ziemlich weit oben im Wasser, aber ich fand nicht zu weit und ich kraulte gleich los. Herrlich – ich schwamm viel ruhiger – das Atmen war entspannt. Irgendwie ging die ganze Energie wirklich in Vortrieb. Nur mit einem hatte ich jetzt Probleme – beim Kraulen im Freiwasser hatte man deutlich mehr Orientierungsschwierigkeiten und so schwamm ich wohl erstmal einen ziemlichen Zickzack. Im Wettkampf kann ich mich da ja aber an ein paar (hoffentlich richtig schwimmenden) Füßen orientieren.
Es war ja schon ein ziemlich großes Risiko. so einen Neo ohne Test – ohne überhaupt eine Vorstellung von Neoprenanzug – zu kaufen, aber – auch wenn ich jetzt keinen Vergleich habe – es hat wohl gut geklappt, denn die Größe passt perfekt und das Modell (Xterra Vortex 3) scheint auch passend zu sein. Der Triathlon nächsten Sonntag kann also kommen und nun lösen Meldungen von Wassertemperaturen von 18,9 Grad auch nur ein müdes Lächeln in mir aus. Vorher gibt es Freitagabend aber noch den Nachtlauf in Dresden.

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