Es fühlt sich gut an

Ach ist das schön. Ich bin wieder richtig heiß.

Mehr, mehr, mehr und alles gleich und sofort. Das macht zwar unheimlich Spaß, aber ich sollte wohl aufpassen, aber laut Daten ist es auch okay. Dazu später mehr.
Letzten Sonntag war bei meinen Eltern ein Radrennen für Jedermann. Der Versuch mich unter zu mischen und eine Runde dran zu bleiben ist kläglich gescheitert. Eine Kurve habe ich nicht so rasant genommen, dann ist eine Lücke von 4 – 5 m entstanden, weg war der Windschatten und ein rankämpfen nicht wirklich möglich. Außerdem wollte ich mich in die Veranstaltung so ohne Startnummer nicht zu sehr einmischen. Eine gute Ausdauer grundsätzlich hilft im Speziellen halt nicht wirklich weiter. Womit wir bei meinem derzeitigen Training wären. Ein Trainingsplan fürs Laufen ist aktiviert. Eventanmeldungen stehen auch an. Das Laufen macht Spaß, das Radfahren so ganz frisch auch und seit dieser Woche dann auch Schwimmtraining.
Nach meinem Radkauf, der Triathlonanmeldung, dem Staffel-Triathlonsieg, der Berichterstattung über Roth und dem studieren von ein paar Triathlon-Webseiten bin ich z.Z. ein bisschen (viel) im Triathlon-Fieber. Das macht tierisch Spaß und Lust, aber ich sollte wohl auch aufpassen, es nicht gleich zu übertreiben. So will ich das Lauf-Training nicht wirklich vernachlässigen (streiche gerade mal einen Tag raus), aber muss eigentlich vor allem in den anderen beiden Disziplinen nachholen. Das führt dann dazu, dass ich letzten Sonntag nach der Heimfahrt direkt doch noch kurz laufen war – aber nur reichlich 7 km statt 22 (fühlt sich komisch an so ein Koppeltraining), dass ich am Mittwoch nicht laufen war, aber früh Schwimmen und am abend Radfahren, dass ich den heutigen Freitag als Ruhetag gestrichen habe und das ebenfalls ein Alternativ-Traingstrag mit früh Schwimmen und abends Rad fahren wurde. Morgen will ich dann eine größere Runde laufen und am Sonntag ist Fahrradfest. Danach evtl. noch eine kleine Runde laufen.
Ich glaub das ist zuviel, ein Freund, der gerade da war, hat das Wort „sportsüchtig“ fallen gelassen. Ach nö, es fühlt sich doch alles toll an, trotzdem habe ich Angst, dass es zuviel ist, auch wenn mir das die Trainingsbelastungskurve beim Polar Personal Trainer nicht sagt (da fehlen aber auch die Schwimmeinheiten).
Die ganze Euphorie gipfelt derzeit darin, dass ich nicht bis Ende August mit dem Triathlon warten wollte, sondern mich für nächsten Sonntag am Senfternberg See angemeldet habe. Ich will einfach diese Wettkampferfahrung machen. Gern würde ich die Distanzen zwischen den Events tauschen, denn nächste Woche geht es dann schon auf 750 m Schwimmen, 20 km Rad und 5 km Lauf, der andere ist ja nur 300 m Schwimmen, 10 km Rad und 3 km Lauf.

Ich bin einfach mal gespannt, wie es weiter geht. Zum Glück, nehme ich meinen Lauf-Trainingsplan gerade nicht sehr ernst. Das ist auch weiter nicht schlimm. Der Plan ist die Vorbereitung auf den Dresden-Marathon Ende Oktober (heute noch 100 Tage bis Race-Day), aber ob ich den wirklich laufen werde ist noch nicht raus, ich bin auch noch nicht angemeldet und wenn, dann will ich das ja nur als komfortablen (keine Ernährung mitschleppen) Trainingslauf machen (4:15 h Zielzeit). Wichtig an dem Plan ist mir also eigentlich nur, die langen Läufe halbwegs einzuhalten und in den Wochen Vorschläge für ein mögliches Training zu bekommen. Diese Situation ist für mich echt schwierig, ich muss mir selbst ernsthaft Gedanken um mein Training machen, denn alle Marathon-Pläne sind halt aufs Laufen ausgerichtet, Triathlon-Einsteigerpläne erstmal aufs Durchhalten, aber Grundlagenausdauer habe ich ja. Ich muss vor allem beim Schwimmen Kraul trainieren und beim Radfahren Speed entwickeln. Hinzu kommt, dass ich ja ein bisschen eventgeil bin und so dann halt nächste Woche der Triathlon ansteht, den Samstag drauf 10 km in Berlin, dann folgt auch schon bald der Nachtlauf in Dresden, der zweite Triathlon, danach Trainingslager ähm ich wollte sagen Urlaub, schließt ab mit Stadtlauf in Leipzig über 10 km und dann kann ich mich wirklich noch 6 Wochen auf den Marathon konzentrieren. Zum Glück habe ich mir bis auf die 10 km in Leipzig nichts wirklich vorgenommen und der Spaß steht im Vordergrund.
Wie gesagt, mal sehen, was das wird.

Rad fahren macht einfach nur Spaß und so komme ich bei meinen drei Einheiten in der Woche auf 160 – 180 km. Blöd ist nur, dass ich die alle in ziemlich niedrigem Puls rumdümple, aber mir schneller fahren echt schwer fällt. Ich würde ja mal sagen, dass liegt an vorhandener Grundlagenausdauer, aber nicht vorhandenen „Rad“-Muskeln. Aber insgesamt fühlt es sich auch gut an, an sich fit zu sein und wirklich nur die Disziplin zu trainieren. Beim Schwimmen genau so. Mit dem Rad habe ich in den knapp 4 Wochen ca. 500 km abgespult.

Schwimmtraining ist schwierig. Ich war als Kind mal Leistungsschwimmer, als Jugendlicher mal Rettungsschwimmer und kann somit zumindest halbwegs Kraulen und kenne auch viele Übungen, aber ich bin seit Ewigkeiten nicht mehr gekrault und viele Übungen sind in einem öffentlichen Bad mit Betrieb halt auch ein bisschen schwierig durchzuführen. Mit Kraul bin ich nur leicht schneller als mit Brust, aber insgesamt geschaffter, deshalb werde ich nächste Woche die 750 m auch in Brust absolvieren. Beim Test heute habe ich das in 19 Minuten geschafft. Ein Hinweis auf einer Website hat mich aber davon überzeugt, ab jetzt einfach wirklich nur noch zu kraulen. Nach der Disziplin sind dann hauptsächlich die Arme fertig, die Beine noch halbwegs okay, bei Brust sind die Beine da schon ziemlich hin. Erste Triathlon-Besonderheit würde ich mal sagen, einfach schon vorher auf die nächste Disziplin achten! Wenn ich also nächste Woche wieder zum Frühschwimmen mir zeitig meinen Wecker stelle, wird dann gekrault oder wie heute nach den 750 m, 25 m Brust, 25 m Kraul, 25 m Brust,…. – das war auch gut.

Beim Laufen war diese Woche alles wunderbar. Dienstag Training as usal, Mittwoch wie gesagt umgewidmet zu Alternativtraining, Donnerstag Lauftreff. Zum Lauftreff bin ich hin- und zurückgelaufen und währenddessen habe ich 10 km gar nicht so gaaaanz langsam, aber mit einem sehr niedrigen Puls abgespult (lag das an der lockeren Unterhaltung?). Es war schön und morgen soll es dann einen 20er geben.

Der Artikel ist bestimmt wieder ein bisschen chaotisch, aber mir gehen halt auch so viele Dinge durch den Kopf (aber ich bin froh, dass ich die in meinem Blog niederschreibe). Also nun noch einfach ein Miniabsatz zum Thema Ausrüstung. Zum Laufen habe ich ja so ziemlich alles, wenn man mal von den Wünschen nach ein paar Barfussschuhen, Nike Frees oder Brooks Pure Connect absieht. Für ein Rad habe ich mich dann auch entschieden und das muss auch eine Weile halten. Nach dem Schwimmen heute ist mir aber ziemlich klar, dass ich eine neue Schwimmbrille brauche. Die, die ich jetzt habe, habe ich mir gekauft, weil die einen sehr geringen Augen-Glas-Abstand hat und ich mir die für eine Unterwasser-Fotosession gekauft habe, so dass ich noch gut durch den Sucher schauen kann. Schwimmen war damit nicht wirklich vorgesehen. Leider. Ich merke jetzt nämlich, dass sie zwar meine Augen (da bin ich echt empfindlich) vor dem Chlor schützt, aber ständig Wasser in die Brille kommt und sie beschlägt. Da muss was neues her. Ich habe relativ tiefe Augenhöhlen, also nicht so ganz Idealumgebung. Wie ich da die Passende finden soll, ist mir noch nicht ganz klar. Tipps?
Für den zweiten Mangel habe ich seit heute eine Lösung. Ich war letztens mit den kurzen Radhosen (ohne Polster) schwimmen und bin dann gleich aufs Rad. Das war nicht wirklich toll. Ich gebe auch zu, das Modell ist etwas betagt, also nicht aus der letzten Funktionsfasertechnologieorgie. Komplett Umziehen – nö, wenn ich schon hinten bin, dann will ich dadurch nicht auch noch wertvolle Minuten verschenken, also habe ich mir einen (sehr preiswerten) Triathloneinteiler gegönnt. Der kam heute. Geschwommen bin ich damit noch nicht, aber auf der Radrunde war er perfekt, hat gut warm gehalten, das kleine Polster war optimaler als meine Radehose und so ganz blöd aussehen tut er auch nicht. Die 65 EUR fühlen sich gut angelegt an.
Etwas unsicher bin ich mir noch, ob ich mir für nächste Woche noch eine Badekappe zulegen muss. Da steht nix davon, dass man eine bekommt, aber auch nix davon, dass man eine benötigt, aber evtl. ist das ja wieder Teil einer Wettkampfordnung. Mhm.

Ich hoffe, es war so ein bisschen verständlich, was in mir vorgeht, aber trotz Chaos bleibt vor allem die Überschrift „es fühlt sich gut an“!

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Eine Antwort zu Es fühlt sich gut an

  1. crixan schreibt:

    Hat sich gut gelesen. Beinbelastung durchs Brustschwimmen, darüber hab ich noch gar nicht nachgedacht. Naja, auf der Jedermannstrecke ist das wohl auch noch nicht so zu spüren. Aber wieder ein Grund, sich beim Kraultraining mehr durchzubeißen. Will demnächst eine Zoggs Predator Schwimmbrille testen, brauch auch ’ne neue, mal sehen, ist wirklich nicht einfach, so oft paßt sie dann doch nicht richtig und man vergrößert nur seine Sammlung. Nehm daher immer noch lieber meine alte. Wünsch weiterhin gutes Trainingsgefühl. Ist fast besser als ein erfolgreicher, hektischer Wettkampf, ach nee, es braucht schon auch den Thrill.

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