Tapering? – Alles nur im Kopf

Nach dem für mich großen Scheitern letzten Sonntag, hieß es Speicher auffüllen. Ab jetzt ist ja Tapering, sprich es geht mit der Belastung abwärts. Ich habe am Sonntag noch reichlich getrunken und auch am Montag über 4 Liter Wasser zu mir genommen. Außerdem war das für mich ein Warnschuss, es mit der Ernährung nicht so schleifen zu lassen und so gab es diese Woche dann auch wieder jeden Tag ordentlich Abendbrot. Dienstag dann wieder der erste Lauf, ich war mir nicht sicher, ob ich nicht evtl. doch noch einen Tag pausieren sollte, aber als ich lief war alles okay und ich fand gut, dass ich gelaufen bin. Am Abend gab es dann noch Massage. Das tat wunderbar – leider war das leichte Ziepen im linken hinteren Oberschenkel danach noch nicht weg.
Mittwoch standen Intervalle auf dem Programm. Ich hatte keine Lust dazu und fühlte mich schlapp. Erwischte morgens aber wahrscheinlich die einzige Stunde, die es an dem Tag nicht stark geregnet hat, sondern nur ein paar einzelne Tropfen kamen. Das hat mich scheinbar beflügelt und so liefen die Intervalle dann doch richtig gut.

Donnerstag ein kleines Genussläufchen und Samstag wollte ich eigentlich nach einem Konzert in Bayreuth dort morgens die Stadt laufend erkunden. Daraus wurde aber nicht, da die Nacht doch heftig war und ich daraufhin magnetisch am Bett klebte. Nach der Heimfahrt habe ich dann meine Runde aber in Dresden noch absolviert. Die war ein bisschen zäh und bis auf das Intervalltraining, bei dem es schnell sein konnte, hatte ich die ganze Woche Probleme mit dem Rhythmus und dem Laufstil. Da war der heutige Lauf eine richtige Befreiung. Ich hörte auf den Hinweis im Kommentar letztens und frühstückte ordentlich. Lies mir dann noch etwas Zeit, putschte mich noch mit 20 Minuten Übertragung vom London-Marathon schauen so richtig auf und los ging es. Mein Puls war zwar etwas hoch, aber es war herrlich zu laufen, ich genoss die Schritte und diesmal hatte ich auch nur 2 Flaschen mit und die störten nicht (sondern schmeckten dann auch). Ich hatte die ganze Zeit überlegt heute zum Lauftreff zu gehen – da würde es schwierig werden irgendwie auf die 25 km zu kommen – oder endlich mal meine kleine Fahrrad-Speed-Runde laufend zu bewältigen und ich war froh, dass ich letzteres getan habe. Man entdeckt die Umgebung nochmal anders und wenn man sich dabei dann noch so wohl fühlt – wunderbar. Nach 20 km fing es dann zwar trotzdem noch an ein bisschen anstrengend zu werden, aber das war okay.

Ich frage mich allerdings was daran Tapering ist. Ich bin gerade mal 6 km weniger als letzte Woche gelaufen. Aber das Tapering beginnt im Kopf. Man weiß, dass die Strecken abwärts gehen, man hat den längsten Lauf hinter sich. Man gönnt sich ein bisschen Erholung. Man pflegt seine Wunden und fängt so langsam an den Marathon konkret zu planen.
Ich habe bei den letzten Läufen auch viel überlegt, mit welcher Pace ich laufen soll. Laut meiner 10-km-Zeit wäre eine 5:01 Min/km möglich, laut Halbmarathon ein bisschen weniger, aber eigentlich will ich nur finishen und ein bisschen enttäuscht wäre ich, wenn es länger als 4:15 h wird. Richtiges Ziel ist unter 4 h zu bleiben (5:40 Min/km). Ich werde mir wohl ein Zeitenband für 5:30 Min/km vorbereiten und falls an dem Tag alles ideal ist – vor allem das Wetter, dann noch eins auf 5:20 Min/km. Es ist gut, dass ich bei der Geschwindigkeit so langsam einen Plan habe, leider drängt sich die Schuhfrage wieder in den Vordergrund, da ich schon das Gefühl habe, dass meine Nike ziemlich fertig sind. Ich würde aber gern mit denen laufen, da die mich gerettet haben als ich dachte es ist schon alles vorbei mit dem Laufen. Naja, ich hab ja noch ein bisschen Zeit zum Überlegen.

Wochenbilanz: 5 Trainings, 6:43:54 h, 72.48 km, Durchschnittsgeschwindigkeit: 5’34″/km, 4909 kcal, Durchschnittspuls 151

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