Trainingsstand

Der Artikel ist ein kleines Mini-Fazit meines bisherigen (Marathon-)Trainings. Inspiriert wurde ich durch mich selbst bzw. die Selbstbeobachtung.

Am Sonntag nach dem langen Lauf habe ich noch ein bisschen gejammert, doch was danach kam hat mich überrascht. Wie ich schon geschrieben hatte, war ich diesmal ja mit 6’00″/km statt 6’22″/km unterwegs und das bei gleichem Puls – innerhalb von zwei Wochen finde ich das einen gewaltigen Fortschritt.
Letztens habe ich den Lauf am Dienstag darauf ausfallen lassen und hatte am Montag echt arge Probleme beim Treppensteigen. Doch diesmal war es echt okay – nicht das ich nix gemerkt hätte, aber ich brauchte kein Geländer und nix. Ich fühlte mich gut, nur ein bisschen müde, was mich aber trotzdem nicht davon abhielt am Abend sogar noch Ausgleichssport zu betreiben und in die Halle zum Klettern zu gehen. Das nenne ich doch mal Trainingseffekt und es kommt zwar bestimmt auch davon aber nicht nur, dass ich am Sonntagabend dann noch eine große Portion Gemüse gegessen habe. Den Refresh-Drunk gab es bei beiden Aktionen.

Trotzdem darf ich nicht zu übermütig werden. Heute beim Laufen – ca. 5 km – war ich schon noch nicht wieder topfit. Und auch am Sonntag hatte ich nicht das Gefühl, dass ich jetzt relativ problemlos noch 8 km dran hängen könnte. Beim Marathon steht mir das aber bevor und dann nochmal mit einer Steigerung auf 5’40″/km! Wenn ich aber die Entwicklung beobachte und weiß, dass noch zwei über-30-km-Läufe kommen, dann könnte es evtl. schon klappen.
Den Citylauf Dresden diese Woche kann ich abhaken, da wird nix, aber der wird mir für den Marathon vielleicht noch viel bringen. Ich will am Sonntag ja erst 15 km laufen und dann die 10 km beim Lauf halt auf Speed und da möchte ich gern noch unter meiner alten Bestzeit von 50:20 Min. bleiben. Ich will halt das Durchhalten trainieren. So ein Event aber wirklich als Training zu nutzen ist irgendwie vom Kopf ziemlich schwierig, deshalb freue ich mich auch schon auf den Halbmarathon in Berlin. Da passt das Event dann wieder optimal in meinen Trainingsplan.

Womit wir beim nächsten Thema wären. Mein Plan. Über meinen Plan habe ich mir ja nicht so richtig Gedanken gemacht gehabt, sondern einfach den Marathon-Plan auf dem Nike-Portal aktiviert. Am Anfang fand ich die fünfmal Training zu hart und hatte Angst vor Übertraining. Inzwischen habe ich mich dran gewöhnt und finde es gut, dass ich gefordert werde. Ich mag meinen Plan inzwischen richtig doll und würde den wohl wieder nehmen. Der Plan hat keine geplante Endzeit, der Plan hat überhaupt keine Zeitvorgaben, es gibt Streckenvorgaben und an einigen wenigen Trainings gibt es Bemerkungen, was man machen soll – also wann Intervalltraining stattfindet, wann ein Testlauf ist,… Das mag ich. Ich laufe lieber nach Strecke als nach Zeit, ich kann an vielen Tagen noch frei entscheiden, was ich machen will und mit den Angaben zu den Intervallen (z.B. 4 x 4 Min mit 1-2 Min Trabpause) kann ich in meinen optimalen Pulsbereichen laufen und mich steigern. Wenn ich da Zeitvorgaben hätte, würde ich mich evtl. ärgern, dass ich sie nicht schaffe bzw. irgendwann auch freuen, dass das mittlerweile leicht zu schaffen ist. So aber gehe ich immer an meine persönliche täglich mögliche Leistung ran. Als ich anfing kannte ich mein Ziel nicht, also welches Ziel sollte ich auswählen – so aber brauchte ich mein Ziel nicht zu kennen und weiß inzwischen, dass ich die 4 Stunden wirklich in Angriff nehmen will.

Der Marathon ist nach wie vor eine mächtige Herausforderung und ich kann derzeit noch gar nicht einschätzen ob ich das überhaupt schaffe – weil der lange Lauf ist schon ewig lang und auch bei geringem Tempo belastend – oder ob ich es easy unter 4 Stunden schaffe – wie es mir meine neue 10 km-Bestzeit vorgaukelt. Die größte Herausforderung bleibt wohl dabei die Energieversorgung. Davor hatte ich ja auch Angst, dass ich, wenn ich wirklich Marathon angehen will, meine Ernährung umstellen muss. Das habe ich getan, aber nachdem es eine Zeit lang perfekt lief, bin ich jetzt doch teilweise wieder in alte Schemata zurückgefallen. Insgesamt ist es ein paar Schritte besser geworden, aber doch nicht so gut, wie es sein könnte. Beim Marathon selbst wird die Versorgung des Körpers mit genug Energie für die zweite Hälfte die größte Schwierigkeit und die größte Unsicherheit. Ich muss auf den verbleibenden beiden 30 km-Läufen die Verpflegung mit Gels testen und mein Flüssigkeitshaushalt muss akzeptabel bleiben. Das zu testen und ein bisschen Schwellentraining bzw. längere Läufe im MRT sind die Hauptaufgaben in der verbleibenden Trainingszeit.

Und dann muss ich noch meinen Kopf klar bekommen und einfach auf allergikerfreundliches Wetter hoffen. An dem Tag einen Allergieanfall zu bekommen – und dann nicht laufen zu können – ich glaube, dass wäre für mich die bitterste Sache.

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