Die Angst vorm Test

Nachdem es am Samstag von Brooks noch ein Textilienpaket gab und am Sonntag ja die Konzentration auf dem Lauf lag, wollte ich heute es doch etwas genauer unter die Lupe nehmen.

Beides hatte ich am Sonntag schon an, mit den Tights – Infiniti Tights entwickelt für Benutzung zwischen 5 und 18 Grad – bin ich am Sonntag auch den Wettkampf gelaufen. Das Shirt – Equilibrium Thermal LS – hatte ich am Sonntag nur zum Einlaufen an.
Als ich heute früh noch ein bisschen im Bett schlummerte – ich war schon wach bevor der Wecker klingelte – dachte ich ein bisschen nach und fragte mich echt, was man sich bei dem Shirt gedacht hat. Ein Thermoshirt für die Benutzung für unter 5 Grad als äußerste Haut. Das Shirt hat keine Taschen und keinen Kragen. Was will man damit? Unter 5 Grad und ohne Kragen – das wird doch kalt! Als äußere Hülle – also ich soll keine Jacke noch drüber ziehen – und dann ohne Taschen – wo stecke ich da den iPod hin und viel schlimmer, wo meine Handschuhe. Zwischen 0 und 5 Grad brauche ich die meist streckenweise, soll heißen meist am Anfang, dann wird mir meist so warm, dass ich sie absetzen kann, aber bei einer Gegenwindpassage setze ich sie auch öfter wieder auf. Von Telefon, Asthmaspray, Taschentuch rede ich noch gar nicht. Also was bitte soll dieses Shirt?

Als ich auf das Thermometer schaue sind es -1°C und somit also gute Bedingungen für den Test. Den MP3-Player nehme ich per Oberarmhalterung mit (siehe auch Titelbild meines Blogs), aber dann wird es schwierig. Handschuhe oder nicht? Noch ein Tuch um den Hals oder nicht? Wenn es mir zwischendurch zuviel ist, weiß ich ja auch nicht wohin damit. Ich habe ein wenig Angst vor meinem Mut, aber entscheide mich beides mal dagegen, also ohne Handschuhe und mit nacktem Hals los – auf eine 8 km Runde. Die Tights bleiben heute liegen und es werden die Warmen genommen.

Das Shirt fühlt sich echt gut an. Liegt relativ eng an – im Gegensatz zum Nightlife Infiniti 1/2 Zip, bei dem ich dachte eine M ist mir wohl fast zu groß. Die Unterschiede scheinen also gewollt zu sein. Ist auch in Ordnung. Dass das Shirt komplett schwarz ist, ist schon fast ungewohnt – mittlerweile haben doch viele Farben in meine Laufsachen Einzug gehalten und ich finde das richtig gut. So gefallen mir die Brooks Tights mit orangem Einsatz auch besser als meine reinen schwarzen.
Der Hinweg ist im Gegenwind – die gefühlte Temperatur ist bei -7°C – und meine Hände sind nach einem Kilometer kalt. Aber was hilft es, ich habe keine Handschuhe dabei, will mein Training durchziehen und es ist ja auch erträglich. Nach ca. 2,5 km – nachdem ich sonst meine Handschuhe wohl ausziehe – finde ich es echt okay. Dadurch, dass das Shirt ziemlich nah abschließt, ist es gut, der Stoff auf dem Handrücken – die Daumenlöcher sind gut – wärmt und ich bin wirklich sehr überrascht, dass mir insgesamt nicht kalt ist. Der Kragen fehlt nicht.
Bei km 4 dreht sich alles um, es geht auf dem Heimweg, der Wind kommt von hinten. Alles ist wunderbar. Mir ist warm, meine Hände sind auch okay und ich geniese es, so leicht bekleidet durch die Gegend zu laufen.

Trotzdem bleibt es komisch. Das Shirt funktioniert wunderbar, aber wer willl so ein Shirt für diesen Bereich? Die Problematik mit den Handschuhen bleibt und auch den MP3-Player würde ich gern anders untergebracht wissen.
Irgendwann dämmert es mir. Es ist genau wie dei T7 Racer eine Wettkampfausrüstung! Im Wettkampf sind mir die Finger egal bzw. werden die dann über die erhöhte Anstrengung schon warm und ich muss da auch keine Musik haben (ich schon, aber nicht wirklich jeder) und im Wettkampf möchte ich aber auch keine Jacke tragen.

Fazit zum Shirt: Sehr speziell aber da dann sehr gut.

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