Brooks T7 Racer – Bestzeitenpulverisierer

Einfach nur geil. Sorry, aber wenn es so ist, kann man es auch so benennen.

Aber von vorn. Gestern zur 11 km Runde mit Intervallen (3 x 7 Min) habe ich dann doch auf meine gewohnten Schuhe noch zurückgegriffen und habe da auch mal wieder den schnellsten Kilometer aufgestellt und das obwohl ich so gelaufen bin, dass ich nicht 100 Prozent gebe, sondern eher bei 90 Prozent versuche zu bleiben – ich bin auch nie über einen Puls von 175 raus. Aber das will ich gar nicht erzählen.
Heute war eigentlich kein Lauf auf dem Programm. Als ich nach einem sehr nervigen Arbeitstag im Auto sitze und die Sonne noch so schön langsam in den Sonnenuntergang übergeht, als ich auf dem Autothermometer 7 Grad ablese und weiß, dass zu Hause noch ein paar neue Schuhe auf Auslauf warten, war meine Entscheidung gefallen. Es gibt heute einfach jetzt und hier noch einen kleinen Lauf. Mir war auch sofort klar, was ich will – die kleine Runde – also 1 km Einlaufen ca. 2,5 km auf Speed und dann noch 1 km Auslaufen. Also schnell heim, in die Klamotten gesprungen – keine Jacke, nur Thermoshirt, die dünneren Tights und leichte Socken – herrlich. Den Clip an den Schuh und los.

Brooks T7 Racer

Brooks T7 Racer

Auf den ersten Metern – wenn die technischen Geräte noch nicht laufen und ich nur die 200 – 300 m zur Hauptstraße und damit verbundenen Ampel habe, gehe ich meist nur oder nur ein paar Laufschritte, aber mit diesen Leichtgewichten an den Füßen – habe ich wirklich Schuhe an? – kann man gar nicht anders und so bin ich gleich in den Laufschritt verfallen. Ampel grün und los. Aber erstmal 1 km langsam. So ganz langsam geht aber gar nicht. Man schwebt förmlich. Dennoch gibt es kleine Probleme. Der rechte Fuß drückt etwas innen am Ballen, beim Linken ist es etwas unruhig im Fersenbereich. Nach einem knappen halben Kilometer mache ich die Schnürsenkel Links straffer – jetzt geht es viel besser. Rechts der Druck ist nach dem Kilometer einlaufen auch weg. Also einfach nur Anpassung des Schuhs an meinen Fuß. Man läuft ja Schuhe nicht umsonst ein. Der Kilometer ist vorbei, Rundentaste an der Pulsuhr und los. Es fliegt quasi, es ist wunderbar einfach große Schritte zu machen, die Fersen ordentlich anzuziehen ist gar kein Problem und ja auch mit fast keinem Gewicht verbunden – herrlich. Die Pulsuhr piept – der Kilometer in 3’55“ – wow – für einen vollen Kilometer hatte ich bis jetzt noch nie eine Zeit unter 4 Minuten auf dem Display stehen. Weiter. Der zweite Speedkilometer endet bei 4’14“. Für den Rest nochmal anziehen. Stop. Auslaufen. Insgesamt war ich bei dem Speed-Teil bei 4’02“ und das auf einer Strecke von 2,5 km. Ach, macht das Spaß und ganz nebenher ist der Stress von Arbeit vergessen.
Trotz allem Speed bin ich überrascht, wie sehr dieser Schuh doch noch dämpft – ich hätte eher erwartet, dass ich ziemlich hart aufsetzen werde, vor allem auch wenn ich mal auf der Ferse aufkomme – nix – auch das ist gut. Beim Auslaufen merke ich aber, dass meine Wadenmuskulatur wohl doch etwas stärker beansprucht wurde. Deshalb bin ich jetzt trotz des überaus positiven Eindrucks am Überlegen, ob ich die 10 km am Sonntag wirklich damit angehe. Bei 5 km wäre es keine Frage, aber so. Mal sehen.

So, aber etwas geht gar nicht liebe Brooks-Freunde – ja, ich weiß, der Schuh ist „unisex“, aber trotzdem – ich will KEIN GLITZER auch wenn es nur im Schnürsenkel ist.

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7 Antworten zu Brooks T7 Racer – Bestzeitenpulverisierer

  1. Claudia schreibt:

    Glitzer? Klasse! 🙂
    Schöner Bericht… Du bist ein guter Tester!

  2. Laufhannes schreibt:

    Hm, der sieht ja noch leichter als mein schicker Racer ST5 aus. Verdammt, da zappelt die Beine wieder. Hast du klasse gemacht. 😉

    • Ralf schreibt:

      Laut Brooks „Er ist der leichteste Schuh ohne Spikes.“ – der ST5 geht halt auch für den Marathon, der T7 nicht! Ich habe mich beim Lauf auch mal an meine Jugendtage in der Leichathletik-Gruppe und meine Spikes erinnert gefühlt.

  3. -timekiller- schreibt:

    Nicht übel, ich kann kaum glauben, dass ein Schuh alleine solche Leistungschübe hervorbringen kann. Na, da hilft nur ein Selbstversuch…

    • Ralf schreibt:

      Es war wohl auch nicht der Schuh alleine. Den Frust von Arbeits loswerden, das schöne Wetter geniesen und dann aber auch der Schuh – die Kombination hat es wohl gemacht. Und die Basis bleibt wohl trotzdem mein Training 🙂

  4. Din schreibt:

    3’55″ – das ist aber eine klare ansage! glückwunsch, da möchte ich auch irgendwann hin. leider sind meine 1.000m intervalle mit 4:30 viel langsamer…

  5. Pingback: Das Kind wird ein Jahr alt | loslaufen

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