1000 Kilometer

Es ist geschafft! Ich darf mich jetzt wohl Läufer nennen mit meinen erreichten 1000 km in meinem Läuferdasein. Eigentlich sind es noch ein paar mehr, denn es fehlen die aus den allerersten Anfangstagen bis zu meiner Achillessehnenverletzung und dann nochmal ein paar als ich meinen Chip verloren hatte. Dürften beidesmal so 30 – 50 km gewesen sein. Die allerersten Läufe habe ich mit meinem GPS-Tracker noch erfasst, da müsste ich direkt mal stöbern gehen, wie schnell ich damals war. Die 1000 km sind seit 21.02.2010 also ziemlich genau in einem Jahr zusammengekommen.

Als ich damals mir den Chip an den Schuh machte, träumte ich noch davon die 5 km zu schaffen. Für die TeamChallenge im Mai wollte ich sie auch nicht ganz langsam schaffen, aber an Einlaufen vorher war da noch nicht groß zu denken, die Kraft würde mir ja für die 5 km fehlen. Das Training lief dann ganz gut und ich wurde damals ein bisschen übermütig und setze mir ein hohes Ziel mit 10 km beim Stadtlauf und dann sogar die Anmeldung für den Nachtlauf mit 13 km. Mit Knieschmerzen meldete ich mich für den Stadtlauf auf 5 km runter und auch nach langer Pause wurde es nicht besser, so dass ich den Nachtlauf und mein Läuferdasein schon scheitern sah als ich eine rettende Begegnung mit einer Personal Trainerin hatte und es sich rausstellte, dass ich nur die völlig falschen Schuhe habe. Ab da ging es stetig bergauf, zwar begleitet von Oberschenkel- und Gesäßschmerzen, aber doch Stück für Stück wurde es immer besser. Das Ziel Halbmarathon keimte und wandelte sich unterdessen ja zum Marathonziel. Hätte mir das jemand vor 1000 km gesagt, ich hätte ihm den Vogel gezeigt.

Hach, ich finde es einfach schön. Und ich finde es auch gut, wie sich dadurch auch mein Leben gewandelt hat. Nicht das ich irgendwann viel geraucht hätte, aber seit Monaten fasse ich keine Zigarette mehr an. Die Ernährungsumstellung klappt wunderbar. Laufen tut mir einfach gut.

Und wenn man dann noch eine gute Woche hat, Dienstag locker entspannt mit sehr sehr niedrigem Puls und schön sauberer Technik mir 5’46″/km durch die Welt, gestern beim Intervalltraining zwischendurch richtig gut erholt – ich bin echt überrascht, wie gut ich mich in den 2 Minuten Trabpause mittlerweile erhole – und heute Spaß beim Lauftreff gehabt. Wunderbar.

Beim Lauftreff habe ich meine Runde mit einer Frau gedreht, die gut 10 Jahre älter ist als ich – wie waren aber wieder mit 5’46″/km unterwegs, die auch zum Oberelbemarathon ihren ersten Marathon laufen wird. Sie nimmt sich 6’20″/km vor – also weiß ich schon mal, wer mich auf keinen Fall überholen sollte 🙂 Sie läuft täglich – ich glaube, das wäre aber nichts für mich. Die 2 Ruhetage in der Woche sind mir jetzt schon richtig wichtig und ich merke auch notwendig, zumindest der am Montag. Bei täglichem Training würde ich dann wohl wirklich lieber noch Alternativtraing – z.B. Schwimmen in mein Programm einbauen. Und im Sommer steht dann bestimmt auch wieder Radfahren auf dem Programm.

Heute werde ich wohl ganz zufrieden schlafen gehen.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Ernährung, Lauftreff, Marathon, Oberelbemarathon, Regenerierung, Training veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

5 Antworten zu 1000 Kilometer

  1. experiment21 schreibt:

    wow, das klingt super motivierend! ich bin gerade bei den „ich möchte gerne 10 km laufen können, achja und knieschmerzen habe ich auch“.
    ich werde nach meinem urlaub geld investieren und in ein sportgecshäft mich beraten lassen, am besten in einem mit laufband u.co.
    toll klingt das alles! ich will auch!

  2. Ralf schreibt:

    Das allererste Training finde ich nicht, aber eines der ersten – da war ich auch schon mit 6’24″/km unterwegs – danach aber völlig fertig nach 4,32 km.
    Hätte ich nicht gedacht, ich hätte jetzt was von über 7 Min/km erwartet.
    Bei meinem ersten Lauf, bei dem ich meine Herzfrequenz gemessen habe, war ich 4,7 km unterwegs mit 6’29″/km und einem Puls von 155 – das war am 28.7.2010.

  3. ultraistgut schreibt:

    Laufen tut gut – schön, dass du den Weg dazu gefunden, das Rauchen aufgegeben und die Ernährung umgestellt hast, das ergibt neue Lebensqualität, ich wollte, noch viel mehr Menschen würden sich dazu entscheiden können.

    1000 Kilometer – ein sehr guter Anfang – und wenn du wie ich einmal 100.000 davon in den Beinen haben wirst, dann kannst du nie mehr davon lassen – versprochen !! 😉

    • Ralf schreibt:

      …das wäre dann bei meinem jetzigen Pensum in ca. 30 Jahren. Passt ja – <summend>mit 66 Jahren, da fängt das Leben an,…</summend>

  4. Laufhannes schreibt:

    Herzlichen Glückwunsch dazu! Mit 1000 km in den Beinen schon fünfmal die Woche zu trainieren, ist sehr ordentlich. Mehr muss das wirklich nicht sein, da sammelt sich auch so genug an!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s