Mittendrin statt nur dabei

Es tut so gut, wieder zu laufen.
Eigentlich wäre diese Woche ja „Ausruhwoche“, die hatte ich zwangsweise ja letzte Woche, also wollte ich am Dienstag nicht nur 5 km laufen, sondern bin meine Brückenrunde gelaufen. Am Montag war ich abends auch noch eine Runde Klettern in der Halle. Heute dann gleich nochmal Brückenrunde, aber nicht so langsam dahin geschlendert, sondern ich habe es als Intervalltraining genutzt. Reichlich 2 km Einlaufen und dann 4 Minuten Tempo, 2 Minuten langsam, 4 Minuten Tempo, 2 Min… – das Ganze fünfmal. Blöd ist, dass ich an meiner Pulsuhr keine Einlauf- und Auslaufphase programmieren kann. Nach dem Start zum ersten Intervall dachte ich nur – „Das bekomme ich heute nicht hin, ich breche gleich zusammen“ – es ging dann aber doch. Wichtig dabei ist wohl auch, dass man auch in den Tempozonen nicht komplett alles gibt, sondern bei 90 Prozent Schluss macht. Ich fühlte mich zwar schnell, gerade auf dem zweiten Intervall – die Werte sagten dann aber doch was anderes und so habe ich meine 3:55 für den Kilometer leider nicht brechen können, sondern blieb bei 4:15-4:20 pro Kilometer. Von den Zeiten war ich irgendwie schon ein bisschen enttäuscht.

Intervall-Trainings sind aber irgendwie immer ziemlich heftig. Da ist ein langer Lauf über die dreifache Strecke fast nix dagegen. Nach so einem Intervalltraining bin ich immer ziemlich fertig und ich merke auch jeden Muskel. Gleichzeitig merkt man aber halt darüber auch, dass das was bringt und einen deutlichen Trainingsreiz darstellt. Schließlich will ich in der Saison nicht nur den Marathon schaffen, sondern auch meine Bestzeit über 10 km und 5 km toppen. Wobei das Toppen der Bestzeit über 5 km – auch wenn ich da ziemlich schnell laufen muss -irgendwie noch das kleinere Übel ist. Als ich die aufgestellt habe, war ich noch so halb verletzt und 5 km stellten damals noch eine ziemliche Entfernung dar. Bei den 10 km bin ich völlig überpacet und habe irgendwas ins Ziel gerettet. Jetzt würde ich nicht so schnell angehen und dann versuchen in der zweiten Halbzeit zu steigern, aber ob das reicht, die Zeit wirklich zu knacken, das bezweifle ich schon noch.

Und sonst so? Die Wetteraussichten für die nächsten Tage sind nicht gerade doll. Morgen früh könnte ich noch Glück haben und auch am Samstag meine 5 km gehen schon irgendwie, aber am Sonntag über 20 km im Regen laufen – darauf habe ich irgendwie gar keine Lust. In meinem Kopf kommt es irgendwie auch gar nicht an, dass an dem Marathon-Tag schlechtes Wetter sein könnte. Schnee und Kälte und auch Hitze wären irgendwie okay, aber Regen und Wind – dann ist irgendwie der Tag und damit auch der ganze Plan im Arsch. Das will ich nicht.
Eigentlich würden in der Woche am Sonntag 3 km Einlaufen, 10 km Tempo, 3 km Auslaufen auf dem Programm stehen, aber ich mache das nicht, sondern eher einen langen Lauf, den ich letzten Sonntag verpasst habe. Die Tempo-/Formbestimmung kann ich noch früh genug machen, das muss nicht diese Woche sein.

Morgen gäbe es ein Ernährungsseminar für Sportler, welches gar nicht schlecht klingt, leider bin ich schon anders verplant und fände es blöd, dort abzusagen. Nächsten Dienstag gibt es ein Ernährungsseminar von Dr. Feil in Leipzig – auch eine Option – mal sehen, ob ich da hingehe. So ganz blöd scheint meine jetzige Ernährung nicht zu sein, aber so ein Seminar fände ich schon gut.

Desweiteren schwirrt mir ständig noch das Thema Urlaub im Kopf rum. Als Single ein ziemlich blödes Thema. Single-Reisen sind blöd und überteuert. Zu Hause bleiben ist für mich aber keine Erhohlung, zumal ich dann wohl zu oft ins Firmen-Email-Postfach schaue. Stink-Normaler-Urlaub ist als Single irgendwie blöd, da man da allein immer irgendwo nur die ganze Zeit auf Anschluss-Suche ist. Eine Laufreise wäre cool. Der Nordseelauf könnte mir gefallen. Leider ist das zum Ende stressig, denn der ist Samstag zu Ende, am Sonntag will ich aber in Dresden HM laufen. Also würde ich Abschiedsabend verpassen und stattdessen im Auto sitzen und dann gestresst den nächsten Tag am Start stehen. Ich habe jetzt noch eine Option mit einem Kumpel, Anhang und Bekannter an die Ostsee zu fahren – auch nicht schlecht, so habe ich meinen Strandlauf – zwar einfach nur für mich, aber das ist ja auch in Ordnung. Wir werden sehen.

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3 Antworten zu Mittendrin statt nur dabei

  1. Uwe schreibt:

    Kumpel, Anhang und Bekannte? Pärchen-Urlaub also 😉

    Wo soll’s denn hingehen an der Küste? Usedom hat nette Möglichkeiten zum Strandlauf, der Darß ebenso. Auf dem Darß gibts zwischen Zingst und Prerow auf ne schöne Damm-Strecke, allerdings nur früh und abends, sonst nerven die Radfahrer und Fußgänger. Andererseits kann man, mit einer entsprechenden Wanderkarte bewaffnet, auf dem Darß den ganzen Tag über die Insel und durch die Wälder laufen und mit ein wenig Glück dabei keinen treffen.

    • Ralf schreibt:

      Nach Rügen. Mit Thomas, Anna und noch einer Freundin von den beiden. So grob mal die Planung eines Abends. Aber noch ist nicht wirklich was ausgemacht.

  2. Uwe schreibt:

    Hm, Rügen kenne ich nicht ganz so ausführlich. Allerdings ist die Insel ja auch riesig. Ecken zum Laufen finden sich da sicher auch. Wobei ich einige Strände noch so im Kopf habe, das die eben nicht sooo lang sind wie auf den anderen Inseln bzw. zwischendrin immer mal Stücken kommen, die schwerer zu passieren sind. Ich kann mich da aber auch täuschen. Dafür gibt’s auch außerhalb der Strände viele landschaftlich interessante Wege.

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