Danke Hochwasser – herrlicher Landschaftslauf

Da rege ich mich auf, dass ich wegen dem Hochwasser, meine Stammlaufstrecke an der Elbe nicht nutzen kann und nicht so richtig weiß, wo lang ich laufen soll und wie weit das ist, statt einfach dankbar zu sein.
Es ist schön, wenn man vor geplanten 22 km keine Bedenken mehr hat und man mit den Strecken spielen kann. Nachdem Elbe nun nicht ging, hieß es neue Wege suchen. Ich habe mir dann gestern abend noch ein bisschen die Umgebung per Google Maps angeschaut. Leider ist das auf dem iPad mit dem Strecken messen richtig blöd, aber so eine ungefähre Vorstellung hatte ich. Irgendwie hatte ich das Gefühl, wenn ich an den landschaftlich schönen Teil komme, muss ich leider umdrehen, da es sonst zu weit wird. Ich hatte dann beschlossen, nicht ganz bis zum Moritzburger Schloss und drumherum zu laufen, sondern lieber um den Dippelsdorfer Teich etwas vorher.

Nach einer Nacht, in der ich endlich mal wieder richtig tief und fest geschlafen habe, bin ich dann kurz nach 9 Uhr aufgestanden, habe einen Joghurt gegessen – ich würde nach 12 Uhr zurückkehren, da ist dann Frühstück echt blöd und so habe ich nicht zuviel, aber doch etwas im Magen – und bin los. Sonst gehe ich immer bis zur Ampel über die große Straße und starte erst dann meine Pulsuhr und dann hat sie meist auch ihre Satelliten gefunden. Heute ging es in die andere Richtung los und ich habe gleich gestartet. Beim Laufen dauert das finden leider immer etwas und so habe ich angeblich für den ersten Kilometer fast 9 Minuten gebraucht. Warum ich das erzähle, weil dieser Kilometer mir meine Gesamtbilanz heute etwas zerstört hat, sonst wäre ich bei meinem langen langsamen Lauf unter 6 Min pro Kilometer geblieben.
Aber der Reihe nach. Also durch die Straßen schlängeln und rauf auf den Wilden Mann, dort Straßenseite wechseln und ab in den Wald, rauf nach Boxdorf. Da war ich doch ganz froh, dass ich mich nach etwas hin und her doch für die Trailschuhe entschieden hatte. In dem Wald gab es so manch heftiges Rinnsal auf den Wegen und noch einige Eis- und Schneestellen. Aber es war wunderschön, durch den Wald zu laufen, die Sonnenstrahlen durch die Bäume zu sehen und zu spüren, da war der Anstieg fast egal. Es lief ja auch wunderbar.
In Boxdorf angekommen, hieß es Ort komplett queren, ab nach Reichenberg, dort auch noch durch und dann Richtung See. Hatte ich schon geschrieben, dass es schön war? Nebenstraßen, kaum ein Auto, freundliche Menschen überall unterwegs – das wird doch nicht an der Sonne gelegen haben 🙂 Ich traute mir dort noch nicht Nebengassen zu nutzen. Bei der Passage zum nächsten Ort, entdeckte ich ein schönes kleines Grundstück mit einer lustigen Laube und Teich – ich weiß nicht, wie oft ich dort schon mit dem Auto vorbei gefahren bin, das Grundstück habe ich so noch nie wahrgenommen. Laufen verändert ganz schön die Perspektive.
Dann ging es wieder von der Straße ab und zur See- bzw. Teichumrundung (nicht das hier noch falsche Vorstellungen aufkommen). Nach etwa der Hälfte war das mit der Wegführung nicht so ganz klar, wie es weiter drumherum gegangen wäre und ich sah Schloss Moritzburg und dachte, naja, dann hänge ich halt ein paar Kilometer dran und laufe doch dort vorbei.
In Moritzburg angekommen bin ich auch zig Wege gelaufen, die ich noch nie gesehen hatte und mir wurde bewusst, wie sehr dort Pferde eine Rolle spielen. Es war schön durch das dörfliche Idyll und die verschiedenen Gerüche zu laufen. Bis zum Schloss bin ich dann doch nicht, aber auch nicht über die Straße zurück, sondern habe mich wieder Richtung Wald aufgemacht. Wunderbar der weiche Boden, leider nicht lange, dann wurde es wieder feucht und eisig. Und jetzt, da ich wieder ein paar Meter über glatten Untergrund musste und wieder richtig viel Gleichgewicht halten musste, wurde mir erstmal klar, wie anders doch das Training im Schnee in den letzten Wochen war.
Den Wald hatte ich durchquert und war auf der gewünschten Nebenstraße rausgekommen auf der es wieder Richtung Boxdorf ging und von dort an fast nur noch bergab – noch ca. 4 km und ich bin zu Hause. Dort kam ich dann nach reichlich 25 km bestens gelaunt an.

Zur Halbmarathon-Strecke stand 2:07 h auf der Uhr und das mit niedrigem Puls. Trotzdem hätte ich beim Ankommen noch 17 km für den Marathon vor mir – das macht mir schon nicht wirklich Angst, aber Respekt. Wegen meinem hohen Puls, hatte ich meine Grundlagenausdauer nicht bei 145 enden lassen, sondern alles was unter 150 ist. Ich sollte das evtl. doch jetzt noch weiter reduzieren, denn ich kann jetzt auch mit 145 laufen, zwischendurch war es sogar mal kurz unter 140.

In der Wohung, hieß es trinken, Obstmahlzeit und dann nicht nur Duschen, sondern ich entschied mich für Regenerierung in der Badewanne. Es war eine Wohltat. Meine Körper kribbelte richtig und es tat sehr gut. Danach gab es reichlich Mittag – ich hatte ja schließlich gerade 1.700 Kalorien verbrannt – und dann noch einen regnerierenden Mittagsschlaf. Wunderbar.

Wochenbilanz: 5 Trainings, 6:29:27 h, 64.58 km, Durchschnittsgeschwindigkeit: 6’02″/km, 4444 kcal, Durchschnittspuls 148

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2 Antworten zu Danke Hochwasser – herrlicher Landschaftslauf

  1. rose24 schreibt:

    HAllo,
    durch Zufall bin ich auf deinen Blog gestoßen und verfolge ihn schon regelmäßig, aus Östereich. Hut ab vor deine Leistung. Das hört sich richtig gut an. Ich habe auch gerade mit mehr oder weniger regelmäßigem Laufen begonnen (habe im Vorjahr an 3 Bewerben teilgenommen, allerdings waren das nur je 5km – besser als gar nichts). Mein Ziel ist es im Herbst einen Halnmarathon zu laufen. Dein Blog motiviert mich nun, es gezielt anzugehen. Danke dafür.
    Ich hätte noch eine technische Frage zu deinem Blog. Wieviel zahlst du, dass keine Werbung auf der Seite erscheint?
    Ich danke dir für deine Antwort und wünsche dir weiterhin so viel Freude und Erfolg.
    Rosa

  2. Ralf schreibt:

    Danke, daß Du meinen Blog regelmäßig verfolgst und schön, daß ich Dich damit motivieren kann. Mein erster 5 km Lauf ist ja auch noch nicht mal ein Jahr her und damals ging es mir noch gar nicht so sehr um die Zeit, sondern die Strecke war schon eine Herausforderung. Aber wenn man das erstmal geschafft hat und regelmäßig läuft, dann sind die nächsten Schritte gar nicht mehr weit und sehr schön.
    Für meinen Blog zahle ich nix. Es gibt ein paar Einschränkungen, die sind bis jetzt aber nicht wirklich schlimm. Eine eigene Domain würde auch Geld kosten und so, aber ich fühle mich bei WordPress gut aufgehoben. Wenn das mit Geld verbunden wäre, würde ich mir überlegen, die Technik selbst aufzusetzen (schließlich bin ich Webentwickler), aber das ist nicht nötig, die Updates werden zentral ausgeführt, ich muss mir keine Sicherheitssorgen machen und die Anpassungsmöglichkeiten reichen mir bis jetzt vollkommen zu. Ich mag das.
    Viele Grüße und vielleicht liest man sich ja mal wieder und noch viel lieber begegnet man sich irgendwann – ich habe mal irgendwann vor den Marathon am Bodensee mitzumachen. Ich mag den Bodensee.

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