Mein Weg zum Marathon – planen!

Sich zu entscheiden, aus Halbmarathon Marathon zu machen, war die eine Sache. Das Ganze koordiniert anzugehen ist eine andere.

Im Dezember – nachdem ich paarmal ohne Probleme die 20 km Marke überschritten habe, habe ich mich entschieden, dass das Ziel „HM unter 2 h“ mir nicht reicht und es mich reizt die volle Distanz anzugehen und habe ich mich ganz euphorisch umgemeldet.
Einen Plan, wie ich da hinkommen will und gesund bleiben, habe ich aber nicht wirklich. Ich hatte eigentlich immer im Hinterkopf – nur nicht übertreiben und wenn ich wirklich mal Marathon mache, dann muss ich mein Essverhalten ändern. Auf beide Fakten wurde ich jetzt nochmal von anderen Leuten aufmerksam gemacht. Das hat mich doch nachdenklich gemacht. Ich will an meinem Vorhaben festhalten und die volle Distanz beim Oberelbemarathon angehen, nur sollte ich mir ein paar Gedanken machen wie ich das besser angehe.
Ich habe mir keinen Trainingsplan ausgewählt oder erstellt, sondern einfach den Marathon-Anfänger-Plan beim Nike+-Portal ausgewählt. In diesen Plan – der sehr lange geht – bin ich bei Woche 10 eingestiegen und in der Rückschau sah mein bisheriges Training da auch recht passend aus. Nachdem ich heute den ersten meiner beiden vorgesehenen Wochenendläufe gemacht habe und Di, Mi und Do schon laufen war, habe ich mir den jetzt nochmal genauer angesehen und auch mit meinen geplanten Wettkämpfen verglichen. Laut diesem Plan geht das jetzt bis zum Race-Day so, dass ich Di, Mi, Do und Sa und So laufen soll. Also von dreimal wöchentlichem Training auf fünfmal aufstocken soll. Ich weiß nicht, ob das so gut ist oder ob ich mich da doch übernehme.
Beim Portal von Polar, kann ich den Plan etwas individueller gestalten und festlegen, wie oft ich laufen möchte, außerdem kann ich da auch die einzelnen Trainings noch anpassen. Ich glaube ich sollte das tun.

Beim Thema Ernährung wird die Sache einiges schwieriger. Da habe ich auch schon ein paarmal Anlauf genommen und es wurde nix. Obwohl, so ein paar kleine Schritte sind schon gegangen. Dazu vielleicht ein paar Erläuterungen. Ich habe kein Problem mit Übergewicht oder so – Laufen hat bei mir rein gar nix mit abnehmen zu tun. Aber wenn man alleine wohnt ist man durch keine Umstände gezwungen irgendwie regelmäßig zu essen, kochen für mich alleine macht mir auch keinen Spaß und so habe ich jahrelang eigentlich nur Mittag gegessen. Außerdem ist Essen für mich irgendwie Zeitverschwendung und so esse ich eigentlich immer sehr schnell. Als ich angefangen habe mit Laufen und in einer von den früheren „Ich werde mich bessern“-Aktionen, habe ich mir zumindest angewöhnt wieder zu frühstücken. Und so esse ich seit ca. einem Jahr regelmäßig, meinen Joghurt oder meine 2 Toasts oder eine Schüssel Cornflakes. Irgendwann um den August/September rum, habe ich mir dann auch angewöhnt zum Mittag in der Mensa mir einen Salatteller noch zusammenzustellen. Das finde ich gut und halte es seitdem durch. Das war es dann aber auch. Als Baustellen bleiben also Abendbrot (und auch regelmäßiges Essen am Wochenende), öfter mal das Bier oder den Rotwein stehen zu lassen, kleine Zwischenmahlzeiten aus Obst und dann könnte man noch daüber anfangen nachzudenken, was ich eigentlich esse. Das „Was“ sehe ich aber noch als das kleinste Problem an, denn auch wenn ich keine explizit gesunde Küche zu mir nehme, so esse ich doch abwechslungsreich und bin auch kein Fast-Food-Junkie.
Man wird sehen, was das wird. Eine kleine Bemerkungen in einem Facebook-Kommentar hat mich dazu angestichelt, es mal wieder anzugehen, denn die sagt für mich tausend Mal mehr aus, als viele Ernährungs-Appelle in Büchern oder Internet-Foren. Diese Bemerkung könnte evtl. das Niveau haben, wie die kleine Stichelei einer Freundin, die mich damit überhaupt zum Laufen gebracht hat. Ich hoffe es. Jedenfalls war ich vorhin schon mal einkaufen und bin diesmal nicht am Obstregal vorbeigegangen und habe Zutaten, so dass ich fürs Wochenende alle Mahlzeiten da habe und kochen kann. Leider ist es in der Vergangenheit schon öfter nur beim Einkaufen geblieben, deswegen hat das noch gar nix zu sagen.

Ach so, mein Lauf heute: Das Wegtauen ging an einigen Stellen doch erfreulich zügig, ein paar andere werden wohl noch ein paar Tage Problemgebiet bleiben. 11 km – Standard-Runde mit ordentlichem Tempo und dabei nicht zu hohem Puls. Kein Regen wie noch in der Woche angekündigt, aber auch kein sehr dolles Wetter. Bei 6 Grad konnte man aber mal wieder ohne Wintersocken, ohne Mütze und Handschuhe, in dünner Hose und nur mit Thermoshirt losziehen – das war sehr schön. Die Mütze hatte ich sicherheitshalber aber in der Tasche mitgenommen.
Mal sehen, was meine 19 km morgen so bringen werden, ich will in die andere Richtung los, bis zum blauen Wunder, dann wieder den Berg hoch und dann mal sehen, ob der KM-Stand noch eine Schleife verordnet oder ob es dann heim geht. Und danach überlege ich, mir Regneration pur in der Therme zu gönnen.

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Dieser Beitrag wurde unter Ernährung, Halbmarathon, Marathon, Oberelbemarathon, Training, Urlaub, Wettkampf/Event veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu Mein Weg zum Marathon – planen!

  1. experiment21 schreibt:

    Die Sache mit der Ernährung ist auch bei mir aktuell ein Thema. Bei mir liegt es eher daran, dass ich kochen liebe, oftmals alleine bin, und dann beide Portionen essen kann …. 😦
    Auch ein Problem: Kohlehydrate am Abend!!!

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