Silvesterlauf zur Babisnauer Pappel

Oh Mann, da habe ich mir ja was eingebrockt. Heute früh hatte ich mir ordentlich den Wecker gestellt, war etwas eher munter und konnte entspannt loslaufen. Die Temperatur hat sich nach -20 Grad den Tag davor auch wieder beruhigt und so bin ich bei trüben Himmel und -4 Grad los Richtung Pappel.

Als ich vor die Tür trat fing es an zu schneien, aber nur 2 Minuten, danach war es ein fieser Regen – die Tropfen gefroren aber gleich wieder und so durfte ich aller 300 m meine Brille säubern. Na prima dachte ich – irgendwie wollte es auch nicht so richtig gehen. Ich schleppte mich vorwärts und wenn ich hier nicht die große Klappe gehabt hätte und das auch wirklich als Ziel gehabt hätte, wäre die Runde heute wohl klein ausgefallen. Aber es sollte ja mein längster Lauf bis jetzt werden. Also weiter.

Nachdem ich von Elberadweg in die Stadt gewechselt bin, hörte dieser blöde Regen auch auf und es ging besser. Ich kam gut voran und hatte auch mit den Ampeln Glück. Trotzdem war das Laufen durch die Stadt irgendwie nicht so doll.
So langsam ging es wieder stadtauswärts. Die Straßen wurden kleiner, die Fusswege noch schmaler und ich hatte ein bisschen zu tun, mich zu orientieren. Es ging aber. Bis ich zu einer Kreuzung kam und den Weg bergauf nehmen musste. Oh oh, irgendwie habe ich nur an Entfernung gedacht, aber nicht an ein Höhenprofil. Ich war dann aber oben, Stadtgrenze war erreicht und nun mußte ich auf der Straße weiterlaufen. Das fand ich gar nicht doll und es wurde noch schlimmer als ich zum Autobahnzubringer kam.
Ok, Goppeln erreicht und Straßen wurden wieder ruhiger und schmaler und ich traf das erste Mal auf andere Leute, die wohl auch auf dem Weg zur Pappel waren. Schön. Nach dem Dorf ging es mal kurz bergab, aber dann hat man schon die Bedrohung gesehen – hatte ich nicht gerade noch über den Anstieg in der Stadt geschimpft. Hügel, ganz klein winzig gegen das, was nun vor mir stand – 2 km schön steil bergauf. Nach den letzten Häuser kam dazu noch ein eisiger Wind. Eklig, aber ich fühlte mich gut, dass ich es schaffte, an den ganzen Wanderern vorbei zog und meinem Ziel nahe war.

Nach reichlich 13 km war es dann geschafft. Ich war da – es waren richtig viele Leute dort – Läufer allerdings in der Unterzahl. Ich holte mir aber nur einen Glühwein, ging schnell mal auf den Aussichtspunkt, ließ mir eine Urkunde geben und bevor ich auskühlte, machte ich mich weider heimwärts.

Der Rückweg war in Ordnung, den Berg ging es bergab – ich war schnell und mein Puls ganz tief, durch die Stadt war es auch nicht problematisch und ich lief so langsam in einen Tunnel. Das Gefühl hielt aber nicht lange an, denn so langsam machte sich die Strecke bemerkbar und ich wollte eigentlich nur noch heim. Die letzten 3 bis 4 km war mir auch mein Puls egal und ich lief einfach so schnell wie ich wollte und legte damit dann zwischendurch noch eine gute Kilometerzeit hin. Aber sonst war ich fix und fertig. Es tröstete mich aber sehr, dass das auf Kilometern nach der Halbmarathonmarke passierte. Dieses Ziel (HM unter 2 h) sollte also immer mehr schaffbar sein. Glücklich und fertig kam ich zu Hause an und ging erstmal in die Wanne. Dort merkte ich – wie mir auf den letzten 2 km doch kalt wurde.

Schöner Jahresabschluß – zur Sommersonnenwende wieder.

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