Der Bestzeitenpulverisierer machts länger schnell – Berliner Halbmarathon

Die Woche über war Ruhe angesagt, 2 Tage noch Weiterbildung, aber dann Urlaub bzw. frei – ein Weg da und ein Weg dort, keine Schwimmeinheit, keine Radeinheit, nur das Lauftraining bekam ich irgendwie unter.
Am Dienstagabend gab es Intervalltraining in unbekannter Umgebung – 5 x 8 Min in 4:30 Min/km wollte ich absolvieren, doch es war richtig zäh. Im vierten Intervall brach ich ganz schön ein. Ob ich es mit diesen Voraussetzungen wirklich auf 21 km in diesem Tempo schaffen würde, bezweifelte ich doch sehr.
Donnerstag musste ich mich ganz schön überwinden bei dem ungemütlichen Wetter vor die Tür zu gehen und das erneute Intervalltraining absolvierte ich nicht, sondern wollte doch nur meine Runde drehen. Es ging dann aber doch ganz gut und so machte ich einen Tempolauf daraus. Das Tempo war aber wieder nicht ganz gut. Naja.

Am Samstag ging es dann auf Richtung Berlin. Die Nacht hatte ich nicht so gut geschlafen – fängt ja gut an. Zuerst Startnummer abholen und dann eine große Weile über die Messe streifen. Es gab aber nur Kleinigkeiten.
Danach einen Nachmittagsschlaf im Hotel – das tat wunderbar – und dann ab zur Pasta-Party, die Manuela organisiert hatte. Dort wurden wir fast sekundengenau nach der reservierten Zeit rausgeschmissen und so gönnten wir uns noch einen Absacker im Hotel. Die ganze Zeit schön Alkohol-gefastet und nun drei Bier am Vorabend des Laufes. Naja.

Diese Nacht konnte ich im Gegensatz zu meinen Erwartungen aber perfekt schlafen, die Sonne strahlte ans Hotelfenster und so bekam ich gleich gute Laune – Bestzeit ich komme. Naja, meine HM-Bestzeit stammt aus dem Stadtlauf in Dresden vom letzten Jahr, der bei strömenden Regen stattfand und stand bei 1:43:43 und diese Zeit zu schlagen, sollte nach der letzten 10km-Bestzeit gar kein Problem darstellen und mich auch nicht glücklich machen. Offiziell strebte ich 1:36 h an und das würde anspruchsvoll werden. In meinem Kopf gab es aber eigentlich das Streben nach 1:35 h. Da würde ich mich aber ziemlich am Limit bewegen.
Auf dem Weg zum Start nahmen wir noch ein kleines Frühstück ein und dann schauten meine Freundin und ich uns noch den Start der Inliner an, ehe ich zu meinem Startblock ging. In diesem lief ich mich noch etwas warm und war mir dabei nicht mehr sicher, ob die Entscheidung den Brooks T7 Racer anzuziehen, richtig war. Die Blasen, die ich mir letzte Woche beim langen Lauf zugezogen hatte – blöd, wenn man vergisst, ordentliche Laufsocken anzuziehen – schmerzten doch nicht unerheblich. Die anderen Schuhe waren aber im Auto und ich hätte es wohl auch so trotzdem riskiert. Den GPS-Sensor nahm ich auch nicht mit, so dass ich mich aufs Laufen konzentrieren konnte und nicht auf die ständige Zeitkontrolle.

Startschuss. Warten. Mal ein Schritt nach vorn. Irgendwann langsam losgehen und nach 4 Minuten kam ich dann ins Lauftempo und konnte die Matte passieren und auch mein Rennen startete. Das Tempo kam mir langsam vor, aber ich kam gut zwischen den Leuten durch und bald war km 1 gekommen – 4:17 – zu schnell, also ein bisschen raus, aber es lief gut. Die Sonne strahlte und es herrschte damit bestes Laufwetter. Weder der in der Woche prognostizierte Regen war gekommen noch war es ganz so kalt, wie angekündigt – ich hatte erst ein bisschen Angst ohne Handschuhe zu laufen, aber es war die richtige Entscheidung. Durchs Brandenburger Tor, an der Goldelse entlang und ich konnte wunderbar laufen. Schon nach 1,5 km konnte ich gut mein Tempo laufen – kein Vergleich zum letzten Jahr. Bald kam schon der erste Verpflegungsstand und obwohl ich es noch gar nicht als nötig empfand, griff ich zum Wasser. Die Kilometer liefen, ganz ähnlich wie zum Dresden Marathon, immer war ich einen Tick zu schnell und konnte entspannt genauso weiterlaufen. Ich konzentrierte mich immer nur auf den nächsten Kilometer, diesen wollte ich immer in 4:30 Min. laufen. Ich rechnete nicht, wieviel Vorsprung ich hatte, was am Ende rauskommt oder wieviel ich einbrechen könnte, ich lief immer nur den nächsten Kilometer und dieser eine Kilometer lief immer gut. Bei 10 km kam ich eine Minute eher durch als geplant und schon an der zweiten Getränkestation gab es Wasser auch über den Kopf, denn mir wurde doch gehörig warm. Schön auf die Schritte konzentrieren, möglichst auf der grünen Linie entlang. Dort konnte ich echt gut laufen und mit vier Schritten von Strich zu Strich hatte ich auch einen schönen Rhythmus. Das mitgenommene Gel hatte ich zwischendurch vergessen und bei km14 dachte ich mir, eh das wirkt, bin ich im Ziel, also konzentriere ich mich weiter drauf, Spaß beim laufen zu haben und den hatte ich, schön gleichmäßig lief ich und ich war dann echt überrascht, wie schnell km20 gekommen war. Ab km15/16 machte ich mir dann schon mal Gedanken über die Endzeit und was ich da rechnete, machte mich glücklich. Es wäre eine 1:34 h drin und evtl. sogar noch ein Tick mehr. Also einfach schön sauber weiter laufen und weiter nur an den nächsten Kilometer denken. Bei dem besagten km20 war dann schon fast sicher, dass ich eine 1:33 h laufen könnte und ich könnte eigentlich noch ein paar Kilometer weiter so schnell laufen, nur schneller laufen war irgendwie nicht drin. Aber egal, letzte Kurve, kurz vor dem Ziel sah ich noch meine Freundin und kam überglücklich ins Ziel.
Dort musste ich ziemlich schnaufen und husten, ich wollte mein Asthma-Spray, bekam aber erstmal eine wärmende Folie – das war gut. Medaille, Wasser, Bier und ab zum Treffpunkt. Dort Spray, Umziehen und dann endlich ein Blick auf die Uhr – 1:32:40 – einfach nur geil. Da hat einfach mal wieder alles gepasst. Jetzt heißt es Zielzeitenrechner für den Marathon bemühen, die 3:30 h sollten so wohl drin sein.

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Im Recall!

Letztens hatte ich ja schon was angedeutet. Heute ein Stück mehr. Nein, es geht nicht um die Bewerbung für die nächste Brooks-Testläufer-Generation – da bin ich leider nicht dabei.

Es geht um ein Event. Es geht um ein Team für meine Tageszeitung. Es geht um einen guten Zweck. Es geht um ca. 20 km. Es geht um den 5.5.
Und heute war ein erstes Treffen mit leider nicht dem Team-Kapitän (den dürfen wir dann später kennen lernen) Uwe-Jens Mey, sondern mit der Zeitung, den Organisatoren und u.a. Frank-Peter Roetsch (ich erinnerte mich noch an das Stirnband, was er oft trug – zumindest bilde ich mir das ein) und Sven Ottke.
Die Bewerber dezimierten sich leider nur um einen, der freiwillig ausgestiegen ist, sonst wurden alle für tauglich befunden und sind somit im Recall. Für die endgültige Auswahl wird wohl nicht Leistung zählen, sondern das Los entscheiden.
Es bleibt spannend.

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Der Bestzeitenpulverisierer macht Pause – Citylauf Dresden

Es gibt Tage, da kann das Material stimmen, das Wetter (wenn auch etwas zu warm) frohlocken und die Formkurve Hoffnung machen, aber dann trotzdem nichts werden mit dem Ursprungsziel für dieses Event – Bestzeit. Nämlich genau dann, wenn man seine neue Bestzeit ja schon eine Woche vorher eingefahren hat und so tollkühn war und den Tag vorher 37 km und über 1000 Höhenmeter über den Malerweg gelaufen ist, noch dazu, wenn man sonst keine Höhenmeter im Programm hat. Genau dann weiß man früh nämlich nicht, wie man es überhaupt geschafft hat aus dem Bett zu kommen. Aber nach dem der Weg zum Bäcker doch gar nicht soooo schlimm war, korrigiert man seine Zielzeit beim Pacepropheten natürlich nicht nach unten, obwohl man eine halbe Stunde mit seiner Freundin diskutiert, ob man jetzt 45:00 Minuten, 47, 50 oder doch eine Stunde angibt oder doch wirklich genau 45 oder doch bei den getippten 42:59 bleibt oder doch 45 – es endete jedenfalls so, dass ich beim Ursprungstipp blieb, da ich in optimistischen Hoffnungen mich bei 44 Minuten sah und da die Abweichung genau so groß wäre wie bei 45 Minuten und wenn ich richtig einbrechen würde, könnte ich eh nicht vorher sagen wie bzw. würde wohl ganz aussteigen. Gleichzeitig wollte ich die RacePace-Funktion meiner neuen Pulsuhr testen und stellte die auf den Tipp, also 42:59, ein. Das hieße auch, dass ich diesmal – im Gegensatz zu den letzten Rennen meinen GPS-Sensor mitnehmen würde, denn sonst wäre mein RacePace für die Uhr ja Null.
Vor Ort angekommen lief ich mich noch kurz mit ein paar Bekannten ein – ja nicht den Körper schon zuviel belasten! Das Laufen in der Ebene ging eigentlich. In der Startaufstellung traf ich dann noch Manuela und ihren Freund und dann ging es auch schon los.

Leider gab es keine Startmatte und so vertrödelte ich schon eine Sekunden am Start, denn es dauerte etwas bis ich endlich durch den Startbogen durch war. Das Feld entzerrte sich aber doch recht zügig und man konnte gut laufen. Bei Km 2 und 3 war noch alles gut und die erste Runde gleich rum. Der erste Kilometer war auch zu schnell, die jetzt einen Hauch zu langsam, aber auf der Uhr gab es ein leichtes Plus. Die zweite Runde versuchte ich konzentriert durchzulaufen. Ich war auch froh gewesen, dass es Wasser zwischendurch gab – halben Becher trinken, den Rest über den Kopf und der konnte es gebrauchen. Ich lief ziemlich konstant mein Tempo fand ich und das Plus erweiterte sich, allerdings waren die Kilometerzeiten etwas zu hoch, aber die waren wiederrum auch nicht genau an den Kilometerschildern. Ich würde keine Rekorde aufstellen, aber insgesamt war es nach der Vorbelastung gut und ich würde auch nach einem weiteren Becher Wasser die dritte Runde überstehen. Dabei schnappte ich mir noch eine ganze Menge Leute und auch der letzte kleine Anstieg ging noch. Ich hatte inzwischen ein Puls von ca. 45 Sekunden aufgebaut, aber irgendwie stimmte das ja mit den Kilometern nicht. Ich würde aber so ungefähr meine Zielzeit erreichen können. Als ich dann in die Zielgerade einbog traute ich meinen Augen nicht, da stand die Uhr bei 44:44 – wo bitte kommen jetzt die fast 2 Minuten mehr her? Auf wenn es anfangs wohl nicht so wirkte – ich war ja auch überrascht wegen der Zeit – so war ich doch mit dem Empfinden des Laufes sehr zufrieden und es hat mir Spaß gemacht und ich war froh angetreten zu sein.
Die knapp 2 Minuten setzen sich aus zwei Dingen zusammen. Erstens war das Puls auf der Pulsuhr kein Plus im Sinne von Puffer, sondern schon schlechterer Zeit – meines Erachtens hätte die Zeit dann aber zumindest links von dem Männchen stehen müssen. Ich hatte also die ganze Zeit Rückstand – wenn ich das so wahrgenommen hätte, hätte ich wohl etwas mehr angezogen als zu versuchen so gleichmäßig weiterzulaufen. Und zweitens war die Strecke ca. 200 m zu lang, klingt nicht viel, macht aber schon eine Menge Sekunden aus.
Nächstes Jahr bin ich auf jeden Fall wieder mit dabei.

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Malerweglauf

Am Samstag war es endlich so weit, ich würde mich ein paar Läufern auf den Malerweg begeben und wollte die 4. und 5. Etappe dieses Wanderweges laufend zurücklegen. Schon letztes Jahr hatten das ein paar Bekannte gemacht und ich wollte da auch gern mitlaufen, aber da hatte ich noch keinen Marathon absolviert und das waren fast alles Läufer für überlange Distanzen und dann auch noch deutlich schneller als ich. Ich war allerdings nicht der Einzige, der wohl Gefallen daran hatte dort zu laufen und dem das Tempo der anderen Gruppe zu hoch war und so rief Stephanie zum Malerwegslauf in etwas gemäßigterem Tempo auf. Vor ein paar Wochen spielte uns das Wetter noch ein Strich durch die Rechnung, denn einige Passagen waren aufgrund von Schnee und Eis unpassierbar und gesperrt. Also verschoben wir den Termin und hatten damit richtig Glück, denn uns lockte strahlendes Frühlingswetter vor die Tür. Da am nächsten Tag der Citylauf in Dresden auf dem Programm stand, blieb unsere Gruppe klein, aber das störte uns 5 Teilnehmer nicht im geringsten. Ich kannte bis jetzt noch niemand davon persönlich doch schon auf der Anreise gab es interessante Gespräche – ist ja auch nicht schwierig, wenn ein paar Laufverrückte sich zum Laufen treffen. Wir stellten das Auto in Bad Schandau ab, sammelten dort noch unseren letzten Mitläufer ein und fuhren dann mit dem Bus zu unserem Startpunkt nach Altendorf.

Satelliten finden, Gruppenbild und los. Erstmal ging es leicht bergab auf einem Feldweg, aber schon nach ein paar Minuten erreichten wir den Wald und das Trailabenteuer begann. Jetzt ging es steil bergab und man musste ziemlich genau hinschauen, wo man hin tritt. Ein Blick zurück und es sah einfach herrlich aus. Für die viele Details hatten die Augen aber im Laufschritt und bei dem aufmerksamkeitsfordernden Untergrund keine Zeit. Die Brooks Cascadia 7 kam endlich mal in das Gelände für das sie gedacht sind. Nach einem kurzen Stück an der Kirnitzsch entlang ging es dann den ersten Anstieg hoch. Vorbei an schönen Felsformationen über Stufen und Leitern konnten wir schon bald einen Blick auf den Falkenstein erhaschen. Die Zeit verging einerseits wie im Fluge und es machte richtig Spaß, nur die Kilometerzähler wollte sich irgendwie nicht vorwärts bewegen. Am Anfang dachte ich ja noch, dass das nur schlechter GPS-Empfang ist und wir schon einiges weiter sind, aber dem war nicht so. Nach zwei Stunden hatten wir gerade mal knapp 15 km geschafft. Der Malerweg war sehr gut ausgeschildert und so hatte man keine Probleme mit der Orientierung. Allerdings kenne ich mich in der Region auch nicht wirklich gut aus uns so hatte ich schon ganz schön zu tun eine Aussicht einzuordnen, zumal manches einem laufend deutlich anders vorkam als wenn man da mal mit Fotogepäck hochmarschiert ist zum knipsen. Wir passierten die Schrammsteine und kamen dann wieder im Kirnitzschtal an, welches wir schon bald wieder verliesen um uns in die Höhen des Kuhstalls zu begeben. Dort gab es eine kurze Rast, aber eh sich der Puls komplett beruhigte ging es erneut abwärts ins Kirnitzschtal um genauso erneut wieder in die Höhen zu streben und nach dem passieren von Berg XYZ und dem Zeughaus unseren letzten Anstieg zum Großen Winterberg anzutreten. Mittlerweile waren wir gehend in den Anstiegen unterwegs, der geplante Bus zur Heimfahrt von Schmilka nach Bad Schandau zum Auto war inzwischen auch weg, aber trotz allem waren wir noch deutlich schneller als die Wanderer die unterwegs waren. Das machte deutlich, welche Leistung wir da absolvierten. Der Kilometerzähler, der immer noch nicht schneller lief, war inzwischen aber auf 30 km gekommen. Irgendwann war es dann geschafft, wir standen auf dem Winterberg und jetzt hieß es nur noch talabwärts stürzen. Auf dem Stück gab es nochmal richtig Tempo und in Schmilka angekommen setzten wir unsere zwischenzeitlichen Überlegungen, an der Elbe noch bis Possendorf zu laufen, in die Tat um. Ich war platt und bat darum, das Tempo nicht mehr anzuziehen, aber ich hatte auch Lust auf den Elberadweg. Dies ist doch eigentlich meine Laufumgebung, schön flach immer an der Elbe entlang und die gibt einem jeden Tag neue Eindrücke. Irgendwann war es aber zuviel, kein Gel, kein Riegel und kein Wasser (aus der großen 3L-Trinkblase meiner Neuanschaffung Camelbak Lobo, der sich sehr bewährte) halfen mehr und ich musste gehen und auch das Erblicken der Fähre – unseres Zieles – half nix mehr um nochmal in den Laufschritt zu verfallen und so war für mich der Lauf reichlich 500 m vor dem Ende gelaufen.

Auf der Heimfahrt merkte ich schon jeden Muskel im Po, wenn es um die Kurven ging – oh Mann oh Mann, was sollte das nur morgen beim Citylauf werden. Evtl. würde ich nicht antreten, aber wenn es zu so einem DNS kommen würde, dann wäre dieser Lauf der allerbeste Grund dafür. Es war einfach nur herrlich und tausendmal besser als irgendeine 10km-Bestzeit bei einem Stadtlauf zu schlagen.
Völlig fertig, ließ ich mir noch meine Beine und Füsse eincremen und fiel dann bald einfach nur noch ins Bett.

Trainingsaufzeichnung
Bilder von Matthias

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Erster Auslauf Brooks Connect und Polar RCX5

Nachdem die letzte Woche mit dem Foto-Lauf(Love)-Story-Lauf zu Ende ging und ich mich noch immer über meine neue 10 km-Bestzeit freuen kann, gab es als kleine Erinnerung aber erstmal einen Muskelkater. Darüber tröstet mich dann aber wiederrum meine neue Ausrüstung hinweg.
Den Brooks Connect hatte ich mir am Samstag nach dem Wettkampf geholt und am Montag war auch meine neue Pulsuhr angekommen.

Bevor beides getestet wurde, gab es am Montagabend aber erstmal noch wieder Yoga-Kurs und diesmal lief mir wieder der Schweiß in Strömen. Ich merke aber das es mir gut tut und meine Achillessehne freut sich auch.

Nun aber zu den Eindrücken der neuen Stücke. Das ich mit dem Kaufablauf des Brooks nicht zufrieden war, hatte ich ja schon geäußert, aber dafür kann Brooks nichts und der Schuh nicht, nur der Leipziger Laufladen wird mich wohl nicht wieder sehen.
Dienstagmorgen war es dann soweit und der Schuh ging auf die Piste. Eigentlich war Tempolauf angesagt, aber mein Körper war noch ein bisschen müde vom Wochenende und der Muskelkater noch nicht ganz weg, so dass ich nach dem ersten Kilometer einlaufen nicht auf Rundenzeit drückte und los, sondern einfach frei lief. Auf den ersten Metern war ich irgendwie trampelig unterwegs, ob das an der Restschlaffheit oder am Schuh lag, kann ich nicht wirklich sagen. Aber bald schon ging es besser. Was mir aber aufgefallen ist, ist ein Druck in der Mitte des Fussgewölbes. An der Ferse und am Ballen war alles in Ordnung, aber dazwischen drückte der Schuh von unten gegen meine Fusssohle. Das war irgendwie komisch. Ob das der direkte Kontakt durchs Navband ist, kann ich nicht sagen, aber es war/ist da. Nach ein paar Kilometern wurde das deutlich angenehmer – so ein Schuh muss sich ja auch einlaufen – aber zumindest auf der rechten Seite hatte ich das heute auch noch beim zweiten Auslauf. Nach vier bis fünf Kilometern ging alles insgesamt besser, die Müdigkeit war abgeschüttelt, ich hatte mich an den Schuh gewöhnt und so nahm ich doch noch Tempo auf und das lief gut. Die Eindrücke von dem zweiten Teil des Laufes – ich war am Dienstag 13 km unterwegs – haben sich beim heutigen Auslauf bestätigt. Ich war heute zu einem Intervall-Training von 5 x 4 Min. unterwegs. Der Schuh sitzt gut am Fuss und macht irgendwie Laune, aber im Vergleich zum T7 Racer fühlt er sich regelrecht gedämpft an. Obwohl ich mir nicht sicher bin, ob gedämpft das richtige Wort ist. Der Kontakt zum Boden ist nicht ganz so direkt durch die einzelnen Pods, aber dafür ist der Fuss viel aktiver. Ich hab ein klein wenig das Gefühl auf Eiern zu gehen, aber gerade das bringt Aktivität in den Fuss. Es ist – zumindest nach den kurzen Eindrücken bis jetzt – für mich mehr ein Trainingsschuh, um schnell zu laufen und die Füsse zu stärken, wogegen der T7 Racer einfach nur auf Leistung aus ist, der soll einfach nur gut funktionieren, wenn es zählt – ein Trainingseffekt interessiert dabei nicht. Und war ich vorhin beim Laufen mir noch unschlüssig, so wird mir doch jetzt beim Nachdenken klarer, dass ich den Halbmarathon in Berlin bzw. überhaupt Rennen wohl weiterhin mit dem T7 bestreiten werde, den Connect aber gern im Training für Tempoläufe und ähnliches einsetzen werde.
Design, Belüftung, IDEAL Heel und die Schnürsenkel (auch wenn ich nie Probleme mit aufgehenden Schnürsenkeln habe und noch nie einen Doppelknoten gemacht habe) finde ich toll. Von der Abtrennung der großen Zehe habe ich aktiv nicht wirklich was gespürt, aber vielleicht unterbewusst. Ich neige dazu, ab und an ein klein wenig in den Watschelgang zu verfallen, d.h. meine Fussspitzen zeigen etwas nach außen. Mit dem Connect hatte ich permanent ohne darauf zu achten eine ganz gerade Fussstellung.
Ich freu mich schon auf die nächsten Einheiten.

Das andere neue Teil im Sportlerhaushalt ist die Polar RCX5. Ich habe schon lange mit der Uhr geliebäugelt, aber eine Falschinformation hatte mich die ganze Zeit vom Kauf abgehalten. Den Wert Trainingsload sollte sie nach ersten Angaben nicht haben, hat sie, wie ich jetzt auf der Cebit erfahren habe, aber doch. Damit war der Kauf besiegelt. Dieser Wert ist ein Maß der Intensität des Trainings und hat was mit Geschwindigkeit, mit Puls und mit den eigenen Voraussetzungen zu tun. Jedenfalls kann man so ganz gut auch Rad- und Laufeinheiten miteinander vergleichen. Was aber noch viel wichtiger für mich ist, seitdem ich nicht mehr Läufer, sondern Triathlet bin und da nicht so nach einem Plan trainiere sondern etwas freier, ist die Auswertung dieser Einheit auf dem Internetportal. Dort ergeben die einzelnen Trainings eine Kurve und man gut ablesen, wann man wieder richtig erholt ist, wann man locker weiter gut trainieren kann, wann man keine intensive Einheiten legen sollte und wann man mal pausieren sollte. Diesen Wert hat meine bisherige Pulsuhr die Polar 300 X gehabt und auf den wollte ich nicht verzichten.
Alles andere an Daten reichte mir an der Uhr zu. Zwischendurch gab es auch mal Überlegungen zu Garmin zu wechseln, aber es sind so Kleinigkeiten, an die man sich gewöhnt hat und nicht missen will. Durch die Abkoppelung des GPS-Senders kann man die eigentliche Uhr auch ganz normal als Uhr tragen ohne ständig an eine Ladebuchse zu müssen, die Umschaltung der Ansicht mit dem Heranführen der Uhr an den Brustgurt, die parallele Verarbeitung von Autorunden und handgedrückten Runden. Irgendwie ist das ein bisschen wie Canon und Nikon im Bereich der Fotografie. Jeder hat sein Gutes und jeder hat seine Schwachstellen, die Systementscheidung ist aber meist mal irgendwann halb zufällig erfolgt, aber ein späterer Wechsel ist schwer.
Die Uhr macht Spaß. Endlich wird der Weg auch gespeichert und das GPS-Signal dient nicht nur der Geschwindigkeitsermittlung. Das Konfigurieren der Anzeigen ist wunderbar – auch wenn man das erstmal machen muss, denn mit den voreingestellten Ansichten war ich nach dem Wechsel von der 300X nicht zufrieden. Ich brauche eine Ansicht mit Herzfrequenz und Speed und eine Ansicht mit Laptime und Herzfrequenz – beides war voreingestellt nicht auf einer Ansicht. Jetzt vier Werte sich gleichzeitig anzeigen zu können ist schön und endlich auch die normale Uhrzeit während des Trainngs zu haben. Das viel geringere Gewicht des GPS-Senders ist genauso schön, wie die Tatsache, dass der jetzt einen Akku hat und hier nicht ständig Batteriemüll entsteht. Die Zahlen sind aber nicht so gut ablesbar wie bei der 300 X. Der optische Eindruck auf Fotos täuscht auch. Die Uhr ist nicht so dünn wie eine Swatch, sondern baut im Hindergrund doch etwas auf. Die Datenübertragung ist angenehm, man muss die Uhr nicht mehr abmachen und in eine “Schale” legen. Und vor allem die Auswertungsmöglichkeiten auf der Website sind um Welten besser. Endlich gibt es Kurven, dann wie gesagt die Kartendarstellung und die im Web eingestellten Herzfrequenzbereiche werden endlich auch auf die Uhr übernommen.
Fazit: Auch bei diesem Teil freue ich mich auf die nächsten Ausläufe.

Und sonst so? Schwimm- und Radtraining ist diese Woche bis jetzt schon wieder ausgefallen, es steht demnächst ein Wettkampf am frühen Morgen innerhalb der Woche an und ich hoffe, dass eine Bewerbung noch erfolgreich ist (da wird aber noch nicht zuviel verraten).

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Wochenabschluss mit der Foto-Lauf(Love)-Story

Die Woche war wieder mal stressig. Am Montag von Leipzig zurück, abends Yoga-Kurs, Dienstagfrüh wieder Tempolauf und abends gab es kein Schwimmen, sondern wieder nach Leipzig, denn Mittwoch wollte ich zur Cebit nach Hannover und so sparte ich mir eine Stunde Fahrt und startete von meiner Freundin aus. Mittwoch dann Cebit und Donnerstag nach Arbeit gab es das erste Intervalltraining für dieses Jahr im Plan. Die 4 x 6 Minuten war richtig richtig zäh und danach hatte ich auch keine Lust mehr zum Schwimmen, denn es war auch jede Menge Zeug liegen geblieben.

Auf der Cebit am Polar-Stand erfuhr ich dann, dass die RCX5 doch die Angabe “Trainingsload” hat. Auf der Website war erst das Gegenteil angegeben und da ich das aber stark nutze, wollte ich auf den Nachfolger der 800 X warten. Nun aber war alles in Ordnung und so bestellte ich mir die Ablösung meiner 300 X. Bin gespannt. Ich freu mich, endlich meine Wege auch räumlich nachvollziehen zu können und auf das einfache und schnelle Umschalten zwischen den Sportarten.

Freitag war Ruhetag und gestern pulverisierte ich meine 10 km-Bestzeit. Das war richtig gut. Heute früh startete ich dann zum langen Lauf. Im Internet in der Blog-/Facebook-Laufszene gab es einen Aufruf zur “Foto-Lauf(Love)-Story”.
Ich war nicht in Dresden und konnte so meinenn Lieblingsabschnitt nicht vor die Kamera bringen, aber den gab es auch schon mal in Bildern. Stattdessen drehte ich in Leipzig meine Runde, aber es passte auch. Seit mir Dirk die Gegend bzw. die Wege etwas näher gebracht hatte, hatte ich hier aufgegeben, die einzelnen Seen einfach nur immer mehrfach zu umrunden, sondern drehte schöne Runden durch den Pfarrwald und band die Seen bzw. allein immer nur den Cospudener See in meine Runde mit ein. Heute war nur 1:50 h angesagt. Also los, irgendwie war es schwer – die Bestzeit von gestern hing mir wohl noch in den Gliedern – und ich baute nicht wirklich Geschwindigkeit auf, aber auch mein Puls war gering, von daher war es insgesamt auch in Ordnung. Vielleicht ist der niedrigere Puls auch Auswirkung des mittlerweile über zwei Wochen andauernden Alkoholfastens. Langsam kam ich rein, aber was war jetzt los, ich war auf einmal falsch. Wie ist das denn passiert? Eine Straße, mhm, da mal links und dort und da sah ich auch schon den See. Ich wusste jetzt zwar wieder wo ich war, aber statt 10 km Weg bis zum See, hatte ich nur reichlich 4 auf der Uhr stehen. Also nicht kurzer Weg bis zum Ausgang des Rundweges, sondern einmal komplett drum herum. Nach 3 km mit Seiten- und Rückenwind wurde es ecklig, der Wind blies ziemlich heftig nun von vorn. Ich war froh, dass ich mein Stirnband einstecken hatte. Das ist schon sehr praktisch, es nimmt nicht viel Platz weg, passt in eine MP3-Player-Tasche und im Fall der Fälle, wie jetzt gerade, wärmt es gut und schützt die Ohren. Der Wind blies, aber ich genoss es mich gegen den Wind zu stellen, ich mag es, mich da durchbeißen zu müssen und die Lage zu bezwingen. Jede solche Gegebenheit macht mich stark und diese Stärke werde ich woh für den Ironman brauchen. Nach ein paar Kilometern war das aber auch vorbei und ich bog wieder in den Wald ab. Bei 1:45 h erreichte ich mein Auto. Ein großen Schluck Wasser und ab ging es in die Schwimmhalle.

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Neues vom Bestzeitenpulverisierer – Messepokallauf Leipzig

Die Lust auf die neue Saison war letzte Woche geweckt worden und so hatte ich mich kurzfristig gleich wieder für einen Wettkampf gemeldet. Der Messepokallauf über 10 km in Leipzig.
Die erste Intervalleinheit dieses Jahr am Donnerstag war sehr sehr zäh und so erwartete ich nicht so viel, aber ich hatte Lust auf den Lauf. Beim Pacepropheten tippte ich auf eine 43:50 Min. Die Strecke würde die gleiche sein, wei beim Silvesterlauf.

Freitag war nochmal Ruhetag, am Morgen gab es ein normales Frühstück und dann ging es ab zur Kampfbahn. Startnummer abholen, befestigen, den T7 Racer an die Füsse und einlaufen. Ein Kilometer weg vom Stadion und dann mit ein paar kleinen Steigerungen und etwas Lauf-ABC zurück. Da fühlte es sich auch wieder zäh an und etwas müde, aber ich wurde gut warm. Als ich zurück kam erfuhr ich, dass der Start 5 Minuten vorverlegt wurde. Fand ich komisch, aber kam mir entgegen. Noch etwas Smalltalk, noch eine Runde im Stadion, so spät wie möglich die Oberklamotten aus. Das war diesmal ideal, denn meine Freundin konnte mit dabei sein und so konnte ich die Sachen ihr einfach in die Hand drücken. Startaufstellung.

Am StartSchuß und los. Ich hatte mich vorn eingereiht, da es keine Nettozeiten gab, aber dennoch ließ ich mich nicht von dem sehr hohen Tempo um mich herum anstecken, sondern versuchte ruhig zu bleiben. Klappte auch ganz gut, auch wenn bei Km 1 4:00 auf der Uhr stand. Bei Kilometer 2 waren es schon 4:23, also ziemlich genau im Plan. Mein Puls hatte sich gut eingependet bei 169. Km 3 in 4:19 und da fing ich schon mal an zu rechnen, denn wenn ich so weiterlaufen würde, würde es sogar für eine PB reichen, aber erstmal hieß es die 43:50 wirklich zu schaffen. Bis zur Hälfte wollte ich noch nicht zu sehr anziehen, sondern locker laufen.Unterwegs Als die Hälfte da war zeigte die Uhr 21:10 Min. Da träumte ich mal kurz von einer sub42 – ohne das aber wirklich realistisch zu sehen und wirklich anzugreifen. Ich versuchte jetzt etwas mehr Gas zu geben, vor allem weil mein Puls zwischenzeitlich sogar etwas absackte. Aber schon bis km7/8 nur mit angezogener Handbremse. Es lief gut, wir waren um den Auensee rum und es ging heimwärts. Jetzt schnappte ich mir so langsam die Leute vor mir. Der eine, an dem ich mich orientierte, blieb aber immer im gleichen Abstand, zog mich damit aber gut, auch wenn zwischen uns 20 m waren. Beim Blick auf die Pulsuhr war ich doch immer wieder überrascht, der Puls ging und ging nicht hoch, aber ich hatte auch nicht wirklich die Kraft noch viel mehr anzuziehen. Die Überquerung der Wackelbrücke war wieder sehr komisch und dann kam das Stadion schon nah. Im Gegensatz zur letzten Woche ließ ich diesmal keinen mehr vorbei, sondern zog durch. Von der getippten Zeit war ich mittlerweile meilenweit entfernt und es stand fest, dass ich eine neue Bestzeit laufen würde. Bei offziziellen 42:27 Min lief ich durchs Ziel – persönliche Bestzeit.

Ich war glücklich. Ich war schneller als der Durchlauf bei 10 km zum Nachtlauf und schneller als bis jetzt offiziell überhaupt, nur die handgestoppte Zeit von der Marathonstaffel hatte ich nicht erreicht. Trotzdem hervorragend.

Glücklich ging in den Laufladen und löste meinen Geburtstagsgutschein mit dem Kauf eines Brooks Connect ein, den ich schon vor 2 Wochen bestellt hatte. Der Leipziger Laufladen stellte sich dabei aber kein gutes Zeugnis aus. Auf meine Frage nach Probelaufen auf einem Laufband schickte man mich in die Passage und ich könnte da ja ein paar Meter laufen, auch die aufgerufenen 120 EUR nahm ich nur hin, weil ich den Gutschein hatte, kostete er doch anderswo und im offiziellen Brooks-Shop nur 100 EUR. Eine Farbauswahl war ebenfalls Fehlanzeige. Aber mir war es erstmal egal, ich hatte meine Bestzeit und war glücklich.
Auf geht es nächste Woche zum Citylauf. Eine Steigerung wird es dort wohl aber nicht geben, da es vorher am Samstag über 30 km bergauf und bergab über den Malerweg geht.

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